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Spekulationen um Entlassungen bei Intel

16.07.2002 | 14:52 Uhr |

Intel-Chef Craig Barrett wird heute laut Wall Street Journal nach US-Börsenschluss eine Ansprache an die Belegschaft des Halbleiterkonzerns im kalifornischen Santa Clara halten. Angesichts der Konjunkturflaute und insbesondere des schwachen PC-Markts befürchten Beobachter, dass Barrett größere Entlassungen oder andere Kostensenkungsmaßnahmen ankündigen könnte.

Intel -Chef Craig Barrett wird heute laut Wall Street Journal nach US-Börsenschluss eine Ansprache an die Belegschaft des Halbleiterkonzerns im kalifornischen Santa Clara halten - praktisch zeitgleich mit der Analysten-Telefonkonferenz, in deren Rahmen der Konzern seine Bilanz zum zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erläutert. Angesichts der Konjunkturflaute und insbesondere des schwachen PC-Markts befürchten Beobachter, dass Barrett größere Entlassungen oder andere Kostensenkungsmaßnahmen ankündigen könnte. Das berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Intel wollte keine Auskunft über Barretts Redethemen oder einen möglichen Stellenabbau geben (das wäre dem Unternehmen aufgrund der so genannten Quiet Period vor der Ergebnisveröffentlichung auch gar nicht erlaubt).

Öffentlich geworden war Barretts Auftritt durch eine Research Note des Salomon-Smith-Barney-Analysten Jonathan Joseph. Dieser hatte unter anderem darauf hingewiesen, dass der Intel-Chef bei seinem letzten vergleichbaren Auftritt kurz nach dem 11. September angemerkt hatte, Intels Belegschaft sei trotz seit einem Jahr stagnierender Umsätze 20.000 Köpfe größer als drei Jahre zuvor - was Joseph zufolge implizierte, dass Stellen abgebaut werden müssten, falls die Einnahmen nicht steigen.

Zu Ende des ersten Quartals beschäftigte Intel 83.000 Mitarbeiter (nach 86.000 Ende des Jahres 2000). Aktuelle und frühere Angestellte spekulieren, das Unternehmen werde möglicherweise bis zu 10.000 weitere Stellen streichen.

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