Spektakulärer Wechsel

Google-Managerin Marissa Mayer wechselt zu Yahoo

Dienstag, 17.07.2012 | 09:39 von Hans-Christian Dirscherl
Das "Gesicht von Google"
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Marissa Mayer, bisher Vizepräsidentin bei Google, wechselt zum angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo. Und zwar als Chefin: Mayer wird die neue CEO von Yahoo!
Marissa Mayer arbeitet seit vielen Jahren - genau gesagt: seit 1999 - beim erfolgreichen Suchmaschinen-Riesen Google; sie war damals die 20. Mitarbeiterin überhaupt, die Google einstellte. Mayer war für viele Internetnutzer das (hübsche) Gesicht von Google. Ihre letzte Position war die des Vice President of Local, Maps and Location Services. Dort war sie für die auf Geodaten basierenden Produkte von Google verantwortlich. Mayer gehört damit zu den Top-Frauen der IT-Branche.
 
Doch jetzt wechselt die studierte Informatikerin zu einem seit vielen Jahren eher erfolglosen Internet-Unternehmen: Zu Yahoo. Dort übernimmt sie die Führungsposition als CEO. Zugleich wird sie auch Yahoos Präsident und Mitglied im Board of Directors von Yahoo. Marissa Mayer wagt den Wechsel von Google zu Yahoo in einem besonders spannenden Moment: Sie ist nämlich schwanger, wie sie auf Twitter mitgeteilt hat.
 
Marissa Mayer ersetzt damit Scott Thompson, der bereits vor einigen Wochen das Handtuch geworfen hat. Thompson trat unter unappetitlichen Umständen zurück: Er hatte zu Unrecht einen Abschluss als Informatiker in seinem Lebenslauf angegeben. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Thompson an Krebs erkrankt sei . Nach Thompsons Rücktritt hatte Ross Levinsohn als Interims-CEO das Unternehmen geleitet. Levinsohn ist Yahoos Executive Vice President und Head of Global Media.

Yahoo gehört wie Google zu den Pionieren des Internets, ist aber im Unterschied zu Google nicht auch nur annähernd so erfolgreich. Seit Mitte der 2000er-Jahre sucht Yahoo nach dem richtigen wirtschaftlichen Kurs. Immer wieder musste Yahoo Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen hat bis heute keine zündende Idee gefunden, um neue Kunden zu gewinnen und alte Kunden zu halten. Ganz im Gegenteil verlor Yahoo viele Nutzer an Facebook und Twitter.
 

Dienstag, 17.07.2012 | 09:39 von Hans-Christian Dirscherl
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