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Apples Xserve RAID wird begraben

20.02.2008 | 12:45 Uhr |

Apple gibt sein Speichersystem Xserve RAID auf. Diese Information wurde am Rande einer Ankündigung bekannt, die die Öffnung des SAN-Systems Xsan 2 für RAID-Systeme von anderen Herstellern zum Inhalt hatte.

Die Lizenzierung von Xsan 2 für andere Hersteller bedeutet im Endeffekt, dass Apple sein eigenes Speichersystem "Xserve RAID" nicht mehr auf der Prioritätenliste sieht. "Wir haben entscheiden, unsere Bemühungen auf die Bereiche zu fokussieren, wo wir den meisten Mehrwert bieten können - Xserve, Xsan und Leopard Server", erklärte Apple-Sprecher Anuj Nayar gegenüber unseren US-Kollegen von der "Macworld".

Bei Apple ist das Xserve RAID schon nicht mehr erhältlich . Apple werde aber seine restlichen Lagerbestände noch abverkaufen und für Bestandskunden auch weiterhin noch Festplattenmodule mit 300 und 750 GB Kapazität anbieten. "Für neue RAID-Anschaffungen empfehlen wir das Subsystem Promise VTrak E-Class", so Nayar weiter.

Im Apple Store ist das VTrak-System ab sofort zu Preisen ab 13.000 Dollar/Euro zu haben. Es unterstützt bei 3U Bauhöhe bis zu 16 SATA- oder SAS-Platten. Über ein Erweiterungs-Chassis kann man weitere 16 Festplatten dazuschalten, was die maximale Kapazität auf 24 TB bringt. Weitere Features sind redundante Controller, Fibre-Channel-Verbindungen zum Host mit 4 Gbps, Unterstützung für RAID5/6 sowie dedizierte Hot Spare Drives.

Laut Promise erreicht die Vtrak-E-Klasse mit RAID 5 Durchsätze von bis zu 1400 Megabyte pro Sekunde für Sequential Read und 617 MB/s für Sequential Write. Mit Xsan 2 und der Video-Suite "Final Cut Studio 2" soll die voll ausgebaute Konfiguration mit 32 Platten bis zu sechs unkomprimierte HD-Videoströme (8 Bit), 22 mit ProRes HQ komprimierte HD-Streams oder 26 unkomprimierte SD-Streams (8 Bit) ausliefern können. (tc)

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