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Wann sind gelöschte Daten wirklich entfernt?

02.01.2008 | 17:13 Uhr |

Richtig gelöscht werden sollten Daten vor der Weitergabe gebrauchter Speichermedien. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick verschwunden zu sein scheint, wurde auch tatsächlich entfernt.

Richtig gelöscht werden sollten Daten vor der Weitergabe gebrauchter Speichermedien. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick verschwunden zu sein scheint, wurde auch tatsächlich entfernt. Am Computer wird der entsprechende Datenträger, zum Beispiel ein USB-Stick oder eine Speicherkarte, nach dem Löschen als vollkommen leer deklariert. In Wirklichkeit ist es oft jedoch so, dass die Daten nach wie vor vorhanden sind, nur nicht mehr angezeigt werden. Mit einem handelsüblichen Datenrettungs-Programm können zum Beispiel vermeintlich entfernte Fotos wieder sichtbar gemacht werden.

So lange es sich nur um Naturaufnahmen oder Fotos vom Kindergeburtstag handelt, die der neue Nutzer des Speicher-Mediums zu Gesicht bekommt, ist die Angelegenheit noch harmlos. Ende vergangenen Jahres machte das Magazin "Stern" jedoch einen Test und fand auf einigen gebraucht erworbenen Speicherkarten intimste Einblicke in den (erotischen) Alltag von Menschen, die ihre Speichermedien in dem Glauben verkauft hatten, alle Daten seien gelöscht.

Um sämtliche Inhalte so gut wie nur irgend möglich von einem Speichermedium zu entfernen, sollte eine spezielle Lösch-Software zum Einsatz kommen. Solche Programme sind in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich, auch kostenlose Anwendungen können aus dem Internet heruntergeladen werden. Ein Beispiel hierfür ist " Space Eraser ". Mit solchen Programmen werden die jeweiligen Daten auf dem Speichermedium bis zur Unkenntlichkeit überschrieben.

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