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Speicher-Bug löscht Dateien

Ein Bug im Arbeitsspeicher von Dell-Notebooks der Reihen Latitude und Inspiron kann zu Systemabstürzen führen oder den Rechner in den Sleep-Modus versetzen. Dadurch besteht auch die Gefahr von Datenverlusten.

Dell hat in den USA eine Rückrufaktion für Notebooks der Serien Latitude und Inspiron gestartet. Firmenvertretern zufolge können einige der zwischen Februar und November letzten Jahres verkauften Notebooks von einem Bug im Arbeitsspeicher betroffen sein, der zu Systemabstürzen führen oder den Rechner in den Sleep-Modus versetzen.

Dabei bestehe auch die Gefahr, dass Dateien gelöscht werden.

Die Ursache des Speicher-Bugs ist Firmenvertretern zufolge auf fehlerhafte RAM-Module zurückzuführen. Den Lieferanten dieser Module wollte Dell nicht nennen. Interessant dürfte auch die Feststellung sein, dass es sich nicht um einen Exklusiv-Zulieferer handelt. Damit liegt die Vermutung nahe, dass auch andere Hersteller die defekten Speicherriegel in ihre Rechner eingebaut haben.

Konkret handelt es sich um die Latitude-Modelle Cpia, CpiR, CPt, Cpx und CS sowie die Modelle 3500, 3700, 7000, and 7500 der Inspiron-Reihe. Wie viele Notebooks weltweit und speziell in Deutschland mit dem fehlerhaften Komponenten ausgeliefert wurden, wollte Dell nicht verraten.

Damit Besitzer von Inspiron- und Latitude-Notebooks ihre Gerät auf den Fehler überprüfen können, hat der Direktversender ein Diagnoseprogramm zum Download auf seine Website gestellt. (PC-WELT, 09.03.2000, sp)

Diagnose-Software von Dell

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