Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Spartan: Microsoft entwickelt neuen Browser

30.12.2014 | 13:18 Uhr |

Microsoft entwickelt unter dem Codenamen „Spartan“ einen komplett neuen Browser für Windows 10. Er soll schlanker als der Internet Explorer sein und dessen Altlasten hinter sich lassen.

Der Internet Explorer dürfte so eines der unbeliebtesten Produkte von Microsoft sein. Die meisten Windows-Nutzer, die etwas auf sich halten, nutzen an seiner Stelle Firefox, Chrome, Opera oder einen anderen Browser. MacOS-Nutzer haben zudem mit Safari eine leistungsfähige Alternative. Und Linux-Anwender bekommen den IE ohnehin nicht zu Gesicht. Microsoft scheint nun die Konsequenzen aus der jahrelangen Abneigung vieler Anwender zu ziehen.

Spartaner springt dem IE zur Seite

So wie Windows 10 die Pleite mit Windows 8/8.1 vergessen machen soll, so soll „Spartan“ offensichtlich die Erinnerung an den ungeliebten Internet Explorer löschen oder zumindest etwas lindern. Denn unter dem Codenamen „Spartan“ (das englische Wort für "Spartaner" beziehungsweise "spartanisch") entwickelt der Redmonder Konzern einen völlig neuen Browsern für alle seine Plattformen. Das berichtete die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley. Dieser Spartaner soll nicht einfach nur eine neue Version des Internet Explorers sein, also kein IE 12. Sondern eine echte Neuentwicklung ohne IE-Altlasten. Wobei Spartan aber immer noch Microsofts Javascript-Engine Chraka und Microsofts Trident-Rendering-Engine verwenden soll. Und dementsprechend nicht auf WebKit setzt, wie es bei Chrome und Apple Safari der Fall ist. Somit ist Spartan dann doch kein völliger Neuanfang, zumindest nicht, was technische Details unter der Haube angeht.

Das bedeutet aber noch nicht das Aus für den Internet Explorer. Denn zumindest die Desktopversion von Windows 10 soll neben Spartan auch noch den IE 11 besitzen. Um die Abwärtskompatibilität zu gewährleisten. Zudem hält der Internet Explorer weltweit je nach Untersuchung immer noch bis zu 58 Prozent Marktanteil. Die wird Microsoft nicht einfach so aufgeben wollen. Spartan soll aber anscheinend der Default-Browser in Windows 10 sein.

Spartan dient laut Foley für zweierlei Zwecke: Einerseits als schlanke Alternative zum Internet Explorer (das soll offensichtlich auch der Codename Spartaner zum Ausdruck bringen). Mit Support für Erweiterungen, die nicht von Microsoft selbst stammen. Ähnlich dem Addon-Prinzip von Mozilla Firefox oder den Chrome Extensions. Und mit dem Look & Feel von Chrome und Firefox. Und andererseits um die Altlasten des IE los zu werden.

Microsoft könnte Spartan erstmals am 21. Januar 2015 vorstellen, wenn es die nächsten Windows-10-Funktionen präsentiert. Ob Spartan aber bereits in der Windows 10 Technical Preview vom Januar 2015 enthalten sein wird, wagt Foley noch nicht zu sagen.

Der finale Name von Spartan steht noch nicht fest. Spartan soll dann zusammen mit Windows 10 in der zweiten Hälfte 2015 erscheinen. Ob es Spartan auch für andere Betriebssysteme als nur Windows geben wird, ist noch völlig unbekannt. Mary Jo Foley hält dies aber zumindest für iOS und Android für möglich.

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