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Spart Call-by-Call im Ortsnetz wirklich Geld?

13.09.2002 | 14:46 Uhr |

Ab dem 1. Dezember 2002 soll Call-by-Call auch im Telefon-Ortsnetz möglich sein. Diese Nachricht sorgte bei Vieltelefonierern für glänzende Augen. Es gibt aber berechtigte Zweifel daran, dass Call-by-Call wirklich zu einem Preisrutsch führen wird.

Ab dem 1. Dezember 2002 soll Call-by-Call auch im Telefon-Ortsnetz möglich sein (PC-WELT berichtete). Diese Nachricht sorgte bei Vieltelefonierern für glänzende Augen. Es gibt aber berechtigte Zweifel daran, dass Call-by-Call wirklich zu einem Preisrutsch führen wird, wie Teltarif.de meldet.

Das zum 1. Dezember in Kraft tretende Gesetz schreibt vor, dass nur solche Anbieter Ortsgespräche in Konkurrenz zur Telekom anbieten dürfen, die in der jeweiligen Stadt oder in deren unmittelbaren Nähe eine Netzzusammenschaltung mit der Deutschen Telekom betreiben, von der sie die Telefonate übernehmen. In Großstädten wie Hamburg oder Berlin sei dies in der Regel der Fall. Anders bei etwas kleineren Städten wie Leipzig oder Kassel. Aufgrund dieser rechtlichen Bestimmung werden viele Call-by-Call-Anbieter Ortsgespräche nicht flächendeckend anbieten können.

In großen Städten könnte es dann wahrscheinlich 10 bis 15 Anbieter für Ortsgespräche geben, in kleinen Städten aber vielleicht nur drei oder vier. Wählen Sie in der falschen Stadt die falsche Call-by-Call-Vorwahl, bekämen Sie keine Verbindung oder "nur" eine Telekom-Verbindung. Der ersehnte Preisvorteil wäre dann futsch.

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