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Sparsamkeit in IT-Abteilungen wird zum Geschäftsrisiko

15.07.2006 | 14:55 Uhr |

Eine Umfrage unter 120 deutschen IT-Verantwortlichen zeigte, dass knapp 60 Prozent eine Kostenreduzierung der IT-Infrastruktur an erster Stelle sehen. Weltweit setzen viele Unternehmen jedoch gerade auf Investitionen in die Informationstechnologie.

Laut einem Artikel der Computerwoche sehen sechzig Prozent der deutschen IT-Manager eine Kostenreduktion in der IT-Infrastruktur als oberstes Ziel an. Mit dieser Ansicht stehen sie jedoch im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn allein da. Zudem kann sich die Kostenreduzierung in den IT-Abteilungen in Deutschland schnell negativ auf die gesamte Entwicklung des Unternehmens auswirken. Die Autoren berufen sich auf eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Accenture und von IDC . In dieser wurden 117 Verantwortliche im IT-Bereich befragt.

Laut Studie kommt es somit zu einem unübersehbaren Konflikt zwischen Einsparungsdruck und dem gleichzeitigen Wunsch, den Wert der IT für das Unternehmen zu steigern. "Deutsche IT-Verantwortliche investieren ihre Zeit in Benchmarking und das Verbessern einzelner Prozesse aus Kostensicht, anstatt Wege zu finden, damit das gesamte Unternehmen durch IT Vorteile erringen kann" behauptet die Studie. Zur Gefahr werden angestrebte Einsparungen dann, wenn man den Chancen, die sich durch grundsätzliche Modernisierungsmaßnahmen ergäben, nicht genügend Beachtung schenkt.

In anderen Ländern gehen IT-Verantwortliche gänzlich andere Wege. So planen laut Studie 40 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung der Budgets für infrastrukturelle Verbesserungen fest ein. Frankreich stellt bei diesen Bestrebungen den Spitzenreiter, hier sind es sogar 70 Prozent.

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