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Sparkassen verlieren Online-Kunden

16.01.2001 | 16:16 Uhr |

Den Sparkassen laufen die Online-Kunden weg, hat eine Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Research ergeben. In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Online-Konten bei Sparkassen um sieben Prozent gesunken - während Internetbanken einen Zuwachs verzeichnen konnten.

Den Sparkassen droht ein dramatischer Verlust von Marktanteilen beim Online-Banking. Der Anteil der Sparkassen an den in Deutschland geführten Online-Konten ist in den vergangenen zwei Jahren um mindestens sieben Prozent zurückgegangen, ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Research.

Im Wertpapierhandel haben reine Online-Broker der Studie zufolge den Sparkassen etwa zehn Prozent Marktanteil im vergangenen Jahr abgewonnen. Trotz eines Kundenpotenzials von rund 37 Millionen von insgesamt geschätzten 82 Millionen Girokonten in Deutschland haben die Sparkassen vor allem junge, Internet-erfahrene Kunden an Direktanbieter verloren.

Durch attraktive Angebote hätten Direktanbieter nach der Forrester-Studie ihren Marktanteil bereits auf 13,7 Prozent erhöhen können. Im Wertpapierhandel hätten die "bürokratischen Entscheidungsstrukturen" der Sparkassen einen gemeinsamen Online-Auftritt bislang verhindert.

Unterdessen teilten sich fünf große Online-Broker rund 90 Prozent des Marktes und ließen neuen Anbietern kaum Chancen, noch Marktanteile zu gewinnen. Deutschland ist nach Angaben der Unternehmensberatung Mummert + Partner mit zwei Millionen Kunden der größte Online-Brokerage-Markt Europas. (PC-WELT, 16.01.2001, dpa/ lmd)

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