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Sparkassen: Internet plus Beratung

Die deutschen Sparkassen wollen gemeinsam mit AOL dafür sorgen, dass die Kunden künftig nicht nur den Wertpapierhandel, sondern auch Baufinanzierungen und Versicherungsgeschäfte übers Internet erledigen können. Die persönliche Beratung soll dabei jedoch nicht vernachlässigt werden.

Die deutschen Sparkassen wollen das Internet-Banking nicht kampflos den Groß- und Direktbanken überlassen. Um ihre Internet-Aktivitäten auszubauen, haben sie jetzt eine Kooperation mit AOL vereinbart.

Diese sieht vor, dass die Sparkassenkunden künftig nicht nur den Wertpapierhandel, sondern auch Baufinanzierungen und Versicherungsgeschäfte übers Internet erledigen können. Wie das genau aussehen soll, will Sparkassen-Präsident Friedrich Hoppenstedt in einigen Wochen bekannt geben.

Im Wettbewerb mit Direktbanken und den Großbanken, die ihr Zweigstellennetz zurück fahren, sieht Hoppenstedt gute Chancen, im Internet-Geschäft Marktführer zu werden. Jeder Kunde könne die mehr als 18.000 Filialen gleichberechtigt neben dem Online-Banking nutzen - etwa um sich umfassend beraten zu lassen. Es reiche nicht aus, für den Wertpapierhandel nur Leitungen zusammenzustöpseln und dann die Kunden sich online selbst zu überlassen. Dadurch gebe es immer mehr Anleger, die sich vom aktuellen Börsenfieber anstecken lassen, aber die Risiken selbst nicht übersehen könnten. "Die Gefahr von Blasenbildungen und Rückschlägen steigt", so Hoppenstedt.

Die Kosten des geplanten Internet-Auftritts liegen laut Hoppenstedt bei 870 Millionen Mark. (PC-WELT, 14.03.2000, dpa/ sp)

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