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Spammer verklagen Anti-Spammer wegen übler Nachrede

24.04.2003 | 17:35 Uhr |

Eine Gruppe von Spammern hat sich in der Organisation "EmarketerAmerica.org" verbündet und will vor einem Gericht in Florida gegen Beschränkungen von Spam vorgehen. Die Anwälte der Organisation wollen darüber hinaus von Anti-Spam-Gruppen einen Schadensersatz in Höhe von 75 Millionen US-Dollar.

Eine Gruppe von Spammern hat sich in der Organisation "EmarketerAmerica.org" verbündet und will vor einem Gericht in Florida gegen Beschränkungen von Spam vorgehen. Die Anwälte der Organisation wollen darüber hinaus von Anti-Spam-Gruppen einen Schadensersatz in Höhe von 75 Millionen US-Dollar.

Die Versender der von den Surfern so ungeliebten Werbemails werfen den Anti-Spam-Gruppen üble Nachrede vor. Außerdem würden diese falsche Tatsachen behaupten und die Geschäftstätigkeit der Spammer behindern, indem sie schwarze Listen aufstellten, in denen die IP-Adressen der Spammer eingetragen würden.

Zu den beklagten Anti-Spammer-Gruppen gehört laut einem Bericht des Nachrichtendienstes " The Register " die britische Organisation "Spamhaus Project". Deren Sprecher Steve Linford sieht der Klage gelassen entgegen und vermutet, dass die Spammer nur versuchen wollen, die Kapazitäten der Anti-Spam-Organisationen zu binden.

Laut Linford werden 90 Prozent aller Spam-Mails weltweit von nur 180 Personen verbreitet. Diese seien zum großen Teil in Florida wohnhaft, weil die Anti-Spam-Gesetze dort besonders locker wären. Mit der Klage sieht Linford auch eine Chance für eine Gegenklage. Dabei würden die Anti-Spam-Organisationen dann Einsicht in die Unterlagen von EmarketerAmerica.org erhalten. Es wird vermutet, dass hinter der Spammer-Gruppe Eddy Marin steckt, einer der aktivsten Spammer in den USA.

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