690440

Spammer soll 11 Millarden Dollar zahlen

09.01.2006 | 15:12 Uhr |

Ein US-Gericht verurteilt einen Mann aus Florida zur Zahlung von Schadenersatz in Millardenhöhe.

Ein regionaler Internet-Provider aus dem US-Bundesstaat Iowa erhält von einen Bezirksgericht einen Schadenersatz in Höhe von 11,2 Milliarden US-Dollar zugesprochen. Robert Kramer, Eigentümer von CIS Internet Services in Clinton, verklagte im Jahr 2003 einen Spammer sowie dessen Kunden, weil er Millionen von Spam-Mails an Kunden des Providers verschickt haben soll.

Einige Urteile gegen Firmen aus Florida und Arizona im Jahr 2004 sprachen Kramer Schadenersatz in Höhe von insgesamt einer Milliarde US-Dollar zu. Deren Produkte wurden in den Spam-Mails beworben. Ende Dezember 2005 erging das Urteil von Bezirksrichter Charles Wolle, gegen James McCalla aus Florida. Dieser soll mehr als 280 Millionen Spam-Mails verschickt haben, in denen er Adressen mit der Domain von CIS Internet Services als gefälschte Absenderangaben verwendete.

Der Richter verurteilte McCalla zur Zahlung von 11,2 Milliarden US-Dollar an Kramer sowie zu drei Jahren Internet-Abstinenz. Robert Kramer zeigte sich zufrieden mit dem Erfolg, glaubt jedoch nicht, dass er auch nur einen Cent erhalten wird. Alles in allem stünden ihm 10 US-Dollar für jede illegale Spam-Mail zu.

In den USA ist der Versand unverlangter Werbe-Mails nicht grundsetzlich verboten. Zu illegalem Spam wird es erst, wenn etwa Absenderangaben gefälscht oder irreführende Betreffzeilen verwendet werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
690440