55986

Spammer meldet Konkurs an

01.04.2005 | 13:21 Uhr |

Es wird gerne behauptet, die amerikanischen Anti-Spam-Gesetze brächten nichts. Da mag etwas dran sein, es gibt jedoch Gegenbeispiele.

Es wird gerne behauptet, die amerikanischen Anti-Spam-Gesetze brächten nichts. Da mag etwas dran sein, es gibt jedoch Gegenbeispiele wie das folgende: Das Unternehmen des selbsternannten "Spammer-Königs" Scott Richter hat Konkurs angemeldet. Seine Firma "OptInRealBig.com" gibt an, nur über 10 Millionen US-Dollar Vermögen zu verfügen, jedoch 50 Millionen Dollar Schulden zu haben. Grund sind anhängige Klagen der Staatsanwaltschaft in New York, des Verbraucherschützers Eliot Spitzer ("Spitzer the Blitzer") und von Microsoft .

Die juristische Verfolgung, mit der Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe verbunden sind, begann im Dezember 2003 und basiert auf den Anti-Spam-Gesetzen der jeweiligen US-Bundesstaaten. Allein die Forderungen von Microsoft sollen sich nach Angaben Richters auf 19 Millionen Dollar belaufen. Somit gäbe es also nicht nur ein Beispiel dafür, dass die amerikanischen Anti-Spam-Gesetze doch zu etwas gut sind, sondern auch dafür, dass Microsoft die geballte Macht seiner Anwälte einmal für etwas einsetzt, das dem Allgemeinwohl dienen kann.

Abzuwarten bleibt allerdings, ob der notorische Spammer nicht in absehbarer Zeit eine neue Firma aufmacht und sein Geschäft weiter betreibt. Ein Allheilmittel gegen Spam wird durch diesen Fall wohl leider nicht aufgezeigt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
55986