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Spam-Versender Nummer 1: die USA

13.10.2005 | 11:06 Uhr |

Trotz verschärfter Gesetze und in Sachen Spam-Bekämpfung tätig werdender ISPs kommen die meisten der weltweit versendeten Spam-Mails noch immer aus den USA. Allerdings ist der Prozentanteil seit der letzten Untersuchung massiv gesunken.

Spam nervt, kostet Zeit und verstopft weltweit Mail-Postfächer. Und die meisten dieser unterwünschten Mails stammen - trotz verschärfter Gesetze - noch immer aus den USA, meldet der Antiviren-Spezialist Sophos .

Demnach waren US-Rechner für 26 Prozent aller Spam-Mails verantwortlich, die innerhalb der vergangenen sechs Monate (bis Ende September 2005) verschickt wurden. Dennoch sei ein massiver Rückgang festzustellen, so Sophos. Denn im gleichen Zeitraum des Jahres 2004 betrug der Anteil noch 42 Prozent.

Dazu beigetragen haben laut Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos, unter anderem die Antispam Task Forces sowie die Behörden, aber auch die Nordamerikanischen ISPs, die sich immer stärker dem Thema annehmen, nach Lösungen suchen und diese auch umsetzen.

Dennoch gibt es noch keine Entwarnung für geplagte Inboxen. Denn die Spammer geben nicht auf, sie verlagern vielmehr ihre Aktivitäten in andere Länder. So seien laut Cluley insbesondere China und Südkorea auf Grund steigender Breitbandkapazitäten attraktiver für Spam-Versender geworden. Dementsprechend stieg der Anteil der aus Südkorea versendeten Werbe-Mails innerhalb eines Jahres von 12 auf 20 Prozent, in China stieg der Anteil von 9 auf 16 Prozent. Insgesamt blieb damit laut Cluley die Zahl der weltweit versendeten Spam-Mails in etwa gleich.

Neben dem normalen Versenden von Spam versuchen viele Spammer auch, per Malware die Kontrolle über ungesicherte Rechner zu übernehmen. Diese "Zombie"-PCs lassen sich dann fernsteuern und verschicken ohne Wissen des Besitzers massenhaft Werbe-Müll.

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