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Spam-Report: sinkender Anteil von Bilder-Spam

08.05.2007 | 16:18 Uhr |

In seinem monatlichen Report "State of Spam" berichtet Symantec über einen Rückgang des Anteils von so genanntem Image-Spam sowie über eine neue Masche der Nigeria Connection.

Die Menge an Spam-Mails, die im April verbreitet wurde, ist nach dem aktuellen Spam-Report des Sicherheitsunternehmens Symantec gegenüber dem Vormonat in etwa gleich geblieben. Der Anteil so genannten Image-Spams an den versandten Werbe-Mails ist jedoch von 37 Prozent im März auf 27 Prozent im April gesunken.

Bei den Themen, um die es in den Mails geht, verteilen sich etwa zwei Drittel der Werbebotschaften gleichmäßig auf die Gebiete Produktwerbung, Finanzen und Gesundheit. Der Anteil der Spam-Mails, die sich mit Angeboten "für Erwachsene" befasst, liegt bei gerade einmal 3 Prozent.

Im Weblog des Symantec Security Response Teams geht Kelly Conley auf einen weiteren Aspekt des Reports "State of Spam" ein - die Nigeria Connection . Die meist in Nigeria ansässigen Betrüger schreiben seit vielen Jahren Mails mit frei erfundenen Geschichten, in denen die Adressaten letztlich um ihr Geld gebracht werden sollen. Aufhänger ist immer das Versprechen, die Adressaten würden einen Anteil an einem (fiktiven) Vermögen erhalten, wenn sie ihr Konto zur Verfügung stellen, um das Geld ins Ausland zu schaffen.

Ihre neueste Masche sind vorgeblich von im Irak stationierten US-Soldaten stammende Mails. Darin heißt es zum Beispiel, der vermeintliche Absender habe einen Schatz gefunden und benötige Hilfe, um ihn außer Landes zu bringen. Adressaten sind vor allem US-Bürger, die es nun vermeintlich nicht mehr mit irgendwelchen Leuten von irgendwo in der Welt zu tun haben, sondern mit "unseren Jungs" im Irak - denen sie natürlich bereitwillig helfen wollen.

Bei der Herkunft der Spam-Mails führt weiterhin Nordamerika vor Europa und Asien. Einige Versender von Image-Spam (Text wird als Grafik eingebunden) nutzen offenbar kostenlose Web-Dienste, bei denen Internet-Nutzer Bilder hochladen können, um sie ihren Freunden und Bekannten zu zeigen. Auch der Trend zu Aktien-Spam in anderen Sprachen als Englisch nimmt weiter zu. Die Adressaten solcher Werbe-Mails werden zunehmend in ihrer Landessprache angeschrieben.

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