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Immer mehr gefährliche Mails im Umlauf

19.11.2012 | 12:15 Uhr |

Immer öfters versuchen Online-Kriminelle mit infizierten Mails ihre Opfer in die Falle zu locken. Das geht aus dem Spam-Report von Kaspersky hervor.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky melden in ihrem Spam-Report für das dritte Quartal 2013 einen Rückgang bei den Spam-Mails und einen Zuwachs bei den Mails mit schadhaften Links oder Anhängen. Demnach sei der Anteil von Spam-Mails am gesamten Mail-Aufkommen im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten Quartal um 2,8 Prozentpunkte auf 71,5 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum sei der Anteil der schadhaften Mails von 3,0 auf 3,9 Prozent gestiegen.

"Seriöse Werbetreibende nehmen immer mehr Abstand davon, per Spam-Mail Reklame für ihre Produkte zu machen. Das liegt zum Teil daran, dass E-Mails immer öfter für kriminelle Zwecke missbraucht werden", so Darya Gudkova, Head of Content Analysis & Research bei Kaspersky Lab. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend vermutlich fortsetzen wird. Beliebt seien bei Online-Gaunern beispielsweise der Missbrauch von Coupon-Diensten.

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Im dritten Quartal 2012 richteten sich 27 Prozent aller Phishing-Attacken gegen soziale Netzwerke und 26,7 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens stammte aus den USA. In diesem Zeitraum wurde vor allem der Name des US-Präsidenten Barack Obama für Spam-Botschaften genutzt. So wurden mit seinem Namen etwa für Uhren geworben oder für oder gegen seine Wiederwahl aufgerufen.

Im September hatte Kaspersky ermittelt, dass die deutschen Nutzer weltweit die meisten schädlichen Inhalte und Links per Mai erhielten. Im Quartals-Ranking belegt Deutschland nun ebenfalls einen Spitzenplatz. Demnach wurden 10,66 Prozent aller von Kaspersky Lab entdeckten schädlichen Inhalte und Links im Mail-Traffic im dritten Quartal in Deutschland registriert. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen USA mit 10,14 Prozent und Australien mit 5,99 Prozent.

Das am häufigsten per Mail verbreitete Schadprogramm war im dritten Quartal mit 21,89 Prozent Trojan-Spy.HTML.Fraud.gen. Wenn der Schädling in einer HTML-Seite eingebunden ist, sendet er alle eingegebenen Registrierungsdaten an Online-Kriminelle.


 

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