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Immer mehr Spam kommt aus Deutschland

16.04.2010 | 15:16 Uhr |

Spam, der in deutschen Mailboxen landet, kommt zunehmend aus dem eigenen Land. Deutschland steht knapp hinter Brasilien an der Spitze der aktuellen Spammer-Hochburgen, noch vor den USA.

Im letzten Monat hat sich Deutschland bei der Herkunft der Spam-Mails, die hierzulande ankommen, einen unrühmlichen Spitzenplatz erarbeitet. Deutscher Spam - aus deutschen Landen frisch in die deutschen Mailboxen. Der aktuelle Spam-Report des Berliner Mail-Filter-Unternehmens eleven zeigt einige Tendenzen beim Spam-Aufkommen auf.

Der Anteil von Spam am gesamten Mail-Verkehr ist anhaltend hoch und lag nach Analysen von eleven , Anbieter von Managed E-Mail Security Services, im März bei 96,2 Prozent. Auf Malware-Mails entfallen 0,2 Prozent. Spam ist auch immer wieder anlassgesteuert: der Valentinstag, Feiertage wie Ostern, der Verkaufsstart des Apple iPad oder Katastrophen wie das Erdbeben in Haiti führen zu thematisch ausgerichteten Spam-Mails.

Casino-Spam ist im März stark zurück gegangen, da mehrere große Botnets ganz oder teilweise ausgeschaltet werden konnten. Dies hat zu einem Rückgang des gesamten Spam-Aufkommens um etwa zehn Prozent gegenüber dem Februar geführt. Hauptthema sind Medikamente mit 66 Prozent, namentlich Potenzmittel und Schlankmacher. Malware-Spam tendiert zu sehr kurzen, aber heftigen Wellen, die sich vor allem auf den Monatsanfang konzentrieren.

Die Herkunft der in Deutschland beobachteten Spam-Mails verteilt sich in der Spitze auf Brasilien (16,5 Prozent), Deutschland (16,2 Prozent) und die USA (14 Prozent). Noch im Januar lagen die USA auf Platz 1 der Spam-Herkunftsländer. China spielt als Spam-Quelle derzeit keine nennenswerte Rolle.

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