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Spam: Nun auch mit Excel-Dateien

23.07.2007 | 15:55 Uhr |

Nachdem die Spammer gerade erst PDF-Dateien als Vehikel für fragwürdige Anlage-Tipps für sich entdeckt hatten, setzen sie inzwischen auch auf Mails mit Excel-Dokumenten im Anhang.

Über das Wochenende ist eine neue Spam-Welle in die Postfächer von Unternehmen und Privatpersonen geschwappt, die zwar keine neuen Inhalte bringt, jedoch eine neue Form angenommen hat. Die Spammer setzen jetzt verstärkt XLS-Dateien (Excel) ein, teilweise auch in ZIP-Archiven verpackt.

Erst vor wenigen Wochen erhielten insbesondere deutsche Anwender erstmals im großen Stil Aktien-Spam in Form von PDF-Dateien . Damit sollen Spam-Filter ausgetrickst werden. Die Steigerung dessen sind PDF-Dateien, die keinen Text enthalten sondern nur JPEG-Bilder. Dabei handelt es sich um die gleiche Art als Bild umgesetzter Textbotschaften, die zuvor direkt als Bilddatei verschickt wurden, so genannter Image-Spam.

Jetzt haben sich die Spammer zusätzlich auf XLS-Dateien verlegt, die ebenfalls nur als Container für Bilder mit grafischem Text dienen. Offenbar setzen die Spam-Versender darauf, dass Excel-Dokumente die Spam-Filter leichter passieren können, weil Anwender sich auch gegenseitig XLS-Dateien zusenden. Wie auch die PDF-Dateien werden die Excel-Dokumente zum Teil zusätzlich in ZIP-Archive gesteckt.

Die Empfänger mutmaßen allerdings häufiger, dass es sich dabei um Malware handeln könnte. Dazu haben sie auch allen Grund, denn die Spam-Dateien sind zwar harmlos, aber Office-Dokumente werden gerne für gezielte Angriffe auf Unternehmen genutzt. Dabei handelt es sich dann um präparierte Dateien, die Sicherheitslücken in Office-Anwendungen ausnutzen. Sie schleusen Spionageprogramme ein, die vertrauliche Unternehmensinformationen ausspähen sollen.

Technisch gesehen sind die Mail-Anhänge der Spammer unschädlich, inhaltlich bieten sie nicht Neues. Es ist überwiegend so genannter "Penny-Stock-Spam", mit dem in betrügerischer Weise die Kurse unbedeutender Aktien künstlich in die Höhe getrieben werden sollen. Die Hintermänner haben sich zuvor bei niedrigen Kursen mit den Billigaktien eingedeckt, die sie mit hohem Gewinn verkaufen, sobald die künstlich erzeugte Nachfrage die Kurse kurzzeitig in die Höhe schießen lässt. Die herein gefallenen Anleger schreiben Verluste, da die Kurse gleich wieder in den Keller fallen.

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