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Spam: AOL-Mitarbeiter hat Millionen Mail-Adressen verkauft

24.06.2004 | 10:45 Uhr |

In Las Vegas wurden ein AOL-Mitarbeiter sowie ein Spam-Versender festgenommen. Dies teilten die zuständigen Behörden am Mittwoch mit. Dem Angestellten des Providers wird vorgeworfen, rund 92 Millionen Mail-Adressen von AOL-Kunden an den Spam-Versender verkauft zu haben.

In Las Vegas wurden ein AOL-Mitarbeiter sowie ein Spam-Versender festgenommen. Dies teilten die zuständigen Behörden am Mittwoch mit. Dem Angestellten des Providers wird vorgeworfen, rund 92 Millionen Mail-Adressen von AOL-Kunden an den Spam-Versender verkauft zu haben.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nutzte der Spammer die Liste, um Werbe-Mails für sein Online-Casino zu versenden. Zudem habe er die Liste an Dritte für rund 52.000 Dollar weiterverkauft, so der zuständige Staatsanwalt David Kelley. Wie viel Geld für die Original-Liste floss, ist nicht bekannt, für eine überarbeitete Version soll der Spammer jedoch 100.000 Dollar an den AOL-Mitarbeiter, der mittlerweile entlassen wurde, gezahlt haben.

Der Computeringenieur nutzte für den Datendiebstahl die Zugangsdaten eines anderen AOL-Mitarbeiters, um auf die Mail-Adressen zugreifen zu können. Daneben enthielt die Liste Daten zu Telefonnummern, Postleitzahlen und den jeweiligen Kreditkartenfirmen. Passwörter oder Kreditkartennummern waren nicht in der Datenbank enthalten.

Beiden Männern drohen nun Haftstrafen von fünf Jahren Gefängnis sowie eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar.

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