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SpaceX testet Schleudersitz für Astronauten

07.05.2015 | 13:45 Uhr |

Die private Raumfahrtfirma SpaceX hat eine Rettungskapsel für Astronauten erfolgreich getestet.

SpaceX schrieb zuletzt Schlagzeilen mit seinen Experimenten mit einer wiederverwendbaren Weltraum-Rakete. Die allerdings bis jetzt gescheitert sind, weil die Rakete bei der Landung zerstört wurde. Doch während die Welt gebannt darauf wartet, wo denn nun die Reste des abstürzenden russischen Raumtransporters Progress M-27M/Progress 59 zur Erde fallen, meldet SpaceX einen spannenden neuen Erfolg.

SpaceX hat nämlich eine Art Schleudersitz für Astronauten erfolgreich getestet (der so genannte Pad Abort Test). Dieser Auswurfmechanismus (Launch abort system alias Launch escape system) soll Astronauten aus einer Weltraum-Rakete retten, wenn die Rakete technische Problem bekommt und abzustürzen oder zu explodieren droht. Diese Rettung soll nicht nur kurz nach dem Start, sondern auch noch in größeren Höhen möglich sein. Das sei der wesentliche Unterschied zu den Rettungssystemen älterer Raketensysteme, wie SpaceX betont.

Der „Schleudersitz“ ist aber natürlich nicht einfach nur ein Sitz, wie es bei einem richtigen Schleudersitz in einem Kampfflugzeug der Fall ist. Sondern bei dem Rettungsmodul handelt es sich um eine Raumkapsel, die vom Antriebsmodul abgetrennt wird.

Bei dem jetzt erfolgreich verlaufenden Test, der 90 Sekunden dauerte, befand sich nur eine Puppe an Bord der Raumfähre "Dragon", die vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral bis auf eine Höhe von rund 1500 Metern geschossen wurde. Dort wurde dann die Rettungskapsel abgetrennt und fiel zur Erde zurück. Den Aufschlag im Meer vor der Küste des US-Bundesstaates Florida bremsten drei Fallschirme.

Dieses Experiment dient als Vorbereitung auf die geplanten bemannten Flüge von SpaceX mit Crew Dragon/Dragon 2-Raketen. Im Jahr 2017 soll es damit so weit sein.
 

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