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Soziales Netzwerk auf Flash-basierter Plattform

26.09.2006 | 17:32 Uhr |

Myspace, Facebook, Friendster, Windows Live Spaces und Yahoo! 360. Es scheint beinahe aussichtslos gegen diese etablierten soziale Netzwerke anzugehen - aber Wallop Technologies Inc. glaubt das richtige Konzept gefunden zu haben, um den Markt aufmischen zu können.

Wallop setzt bei seinem neuen sozialen Netzwerk auf eine schick designte Plattform, Flash-basiert. Neben der Technologie sollen Werbefreiheit und von Dritten entwickelte Anwendungen/Module die Netzwerk-Site gegenüber anderen Sites hervorheben. Eine entsprechende Vorstellung des sozialen Netzwerks von Wallop ist für heute auf der Demo Fall in San Diego vorgesehen.

Was die Privatsphäre angeht und um Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen, wie sie im Zusammenhang mit Myspace des öfteren geäußert werden, wird Wallop einen sehr engmaschigen Zugang bieten, damit Mitglieder die Kontrolle darüber behalten, wer ihr Profil betrachten darf und wer nicht. So wird man nur auf Einladung hin Mitglied werden können und Content hinzufügen dürfen. Des Weiteren werden Nutzer andere Nutzer per Drag& Drop auch wieder von ihrem "inneren Kreis" ausschließen können.

Programmierkenntnisse werden Nutzer der Plattform nicht aufbringen müssen, Drag&Drop-Operationen sollen reichen. Auch um das Theme einer Site zu ändern. Weiter Features der Plattform werden Benachrichtigungsfunktionen sein: Falls neue Kommentare abgesetzt wurden, werden alle Betroffenen informiert. Eine "Was ist Neu"-Funktion soll über Neuigkeiten innerhalb einer Gruppe informieren. Und auch Instant-Messaging auf 1:1-Basis wird es geben.

Wallop hofft mit seinem sozialen Netzwerk insbesondere Anwender zwischen 18 und 25 Jahren anlocken zu können. Nutzer, die eine "high-end" aber dennoch intuitive Erfahrung zu schätzen wissen, so Karl Jacob, Chief Executive Officer der Firma.

Von der Wallop Modder Network (WMN) entworfene Module - Wallop nennt sie "Mods" - sollen dabei für genügend Anreize sorgen. Wallops Flash-Plattform wird also offen sein für Programmierer. Einige der Module werden kostenlos sein, andere hingegen kostenpflichtig. Hier ist auch der Ansatzpunkt für die Finanzierung der Site zu finden: Entwickler werden Ihre Module auf einem Marktplatz einstellen können, Anwender werden die Mods kaufen können. Wallop wird die durch die Verkäufe erzielten Gewinne dann mit den Entwicklern teilen.

Module kommen unter anderem von Goowy Media Inc., einer in San Diego beheimateten Firma. Zumindest bis jetzt sind alle Module frei verfügbar, so Alex Bard, President und CEO der Firma. Für Goowy ist dies natürlich ein Weg, um seine Flash-basierten Anwendungen ins rechte Licht zu rücken, dafür zu werben. Zu dem Portfolio von Goowy gehören Mail-, Kalender-, Kontakt-Applikationen sowie Spiele und Instant Messenger. Für Goowy ist es der erste Deal dieser Art. Die Geschäftsführer haben sich dazu entschlossen, ihre Module auf Wallop anzubieten, nachdem sie sich von der Bedienung der Oberfläche überzeugt hatten. "Sie haben eine tolle neue Erfahrung erschaffen", so Bard.

Andere Zulieferer werden Dave Werner ( www.okaydave.com ), James Hay ( www.vectorjunkie.co.uk ), Ghostbot ( www.ghostbot.com ) oder Darren Richardson ( actionscripts.co.uk ) sein.

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