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Google attackiert Facebook mit Google+

29.06.2011 | 08:55 Uhr |

Google hat den Startschuss für ein eigenes und neues soziales Netzwerk gegeben, das den Namen Google+ trägt. Wir werfen einen ausführlichen Blick auf Google+.

Google tritt mit dem eigenen sozialen Netzwerk Google+ in Konkurrenz zu Facebook. Schon seit Monaten wurde darüber spekuliert, Google arbeite an einem solchen sozialen Netzwerk, nachdem Google und Facebook immer mehr zu Konkurrenten geworden sind. Mit Google+ ist dieses soziale Netzwerk von Google nun an den Start gegangen. Vorerst darf aber nur ein kleiner, erlesener Kreis Google+ ausprobieren. Neue Mitglieder werden nach und nach von Google eingeladen.

Der Funktionsumfang von Google+ ähnelt dem von Facebook. Die Nutzer von Google+ können untereinander Nachrichten, Links und Fotos austauschen und so miteinander in Kontakt treten. Im Gegensatz zu Facebook legt Google+ aber mehr Wert auf die Kommunikation der Anwender innerhalb verschiedener Gruppen ("circles"). So kann der Anwender auch festlegen, dass sein Status-Updates nicht für alle seine Freunde auf Google+ sichtbar wird, sondern nur für eine bestimmte Gruppe. In so einer Gruppe können beispielsweise alle Arbeitskollegen, Familienmitglieder oder persönlichen Freunden des Anwenders enthalten sein.

Auch bei Facebook können Anwender ihren Freundeskreis in Gruppen aufteilen. Allerdings bietet Facebook hierfür keine einfachen Funktionen, so dass viele Anwender darauf verzichten. Bei Google+ ist dagegen das Anlegen und Verwalten der "circles" einfacher gestaltet.

Weitere Funktionen von Google+:

* Mit "Sparks" können die Nutzer von Google+ Diskussionen zu beliebigen Themen starten. Außerdem können die Anwender über Sparks auch die für sie interessanten Themen im Blick behalten.

* Mit "Hangouts" können sich mehrere Nutzer von Google+ miteinander virtuell treffen und sich in einem Video-Chat unterhalten.

* Mit "Mobile" sind die Nutzer auch unterwegs per Smartphone ständig mit Google+ verbunden. So kann der Standort anderen Freunden mitgeteilt werden. Auch per Smartphone geknipste Fotos landen so schnell bei Google+.

* "Huddle" erlaubt es den Nutzern von Google+ an einem Gruppenchat teilzunehmen.

Interessierte Nutzer können sich auf der Website zum Google+ Projekt per Angabe einer Mail-Adresse zur Teilnahme an der Testphase bewerben. Wer bereits ein Mitglied von Google+ ist, der findet im Android Market mit Google+ die passende App für Android-Smartphones . In Kürze wird auch eine App für Apple-Geräte erscheinen.

Bleibt die Frage, ob das Internet noch ein soziales Netzwerk braucht und ob Google+ das Zeug hat, zu einer ernsten Konkurrenz für Facebook zu werden. Im Internet existieren viele soziale Netzwerke. Marktführer ist allerdings Facebook, das weltweit von rund 600 Millionen Anwendern aktiv genutzt wird. Zuletzt soll Facebook wieder stark gewachsen sein, so dass einige Beobachter sogar von derzeit knapp 800 Millionen Facebook-Nutzern ausgehen. Google muss also mit Google+ viele Anwender überzeugen. Möglich wäre dies, wenn Google das soziale Netzwerk Google+ eng mit der Suchmaschine verbindet, um so möglichst viele Suchmaschinen-Nutzer zum neuen Dienst zu locken.

Offizielle Demo-Site für Google+

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