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Wirbel um Facebook-Handy

Am Sonntag ließ Techcrunch-Guru Michael Arrington eine Bombe platzen: "Facebook baut heimlich ein Handy", erfuhr die überraschte Öffentlichkeit. 

Das Sozialnetzwerk entwickelt die Software für das neue Handy, während die Hardware von einem Drittunternehmen beigesteuert wird, behauptete Arrington und berief sich dabei auf zwei leitende Manager bei Facebook, die angeblich an dem Projekt arbeiten. Es sei so geheim, dass selbst die meisten Faceboook-Mitarbeiter nichts darüber wüssten, erklärte er beiläufig, um die Temperatur im Gerüchtekessel noch ein bisschen weiter aufzudrehen.

Eine perfekte Exklusivnachricht also - wenn da nicht das Dementi von Facebook wäre, das bereits wenige Stunden nach der Techcrunch-Enthüllung veröffentlicht wurde. "Die Story ist nicht korrekt. Facebook baut kein Handy", heißt es in der Stellungnahme, gefolgt von verschwurbelten PR-Formulierungen ("Es war immer unser Ansatz, alle Handys und Apps sozialer zu machen, aber nicht, ein Handy zu bauen...").

Damit ist die Geschichte eigentlich zu Ende, bevor sie überhaupt begonnen hat, doch Arrington ist nicht überzeugt. Er kenne weder das Timing, noch den Entwicklungsstand, aber er wisse, dass dieses Projekt exisitiert, schreibt er in seiner Reaktion auf das Facebook-Dementi. Die von ihm gewählte Überschrift sagt eigentlich schon alles: " Anatomy Of A PR Spin (AKA How To Lie Like A Pro) ". Ob er recht behält, wird man bald sehen. Facebook wäre jedenfalls nicht das erste Unternehmen, das spezielle Netzwerk-Handys auf den Markt bringt. Die bisherigen Versuche (Inq, Microsoft Kin) waren aber nicht erfolgreich.

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