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Porno-Seiten stehlen freizügige Bilder von Facebook

31.10.2012 | 10:25 Uhr |

Die Folgen von Uploads intimer Bilder bei Facebook sind unabsehbar – denn Porno-Seiten scheinen sich fleißig und gerne beim sozialen Netzwerk zu bedienen.

Einer Studie der Organisation IWF (Internet Watch Foundation) zufolge landen 88 Prozent der bei Facebook hochgeladenen freizügigen Bilder und Videos junger Menschen unkontrollierbar auch auf anderen Webseiten – oftmals Porno-Seiten. Die Studie bezieht sich auf Analysen aus dem September 2012 und fand  binnen 48 Stunden über 12.000 ursprünglich auf Facebook hochgeladene Bilder und Videos auf über 68 weiteren Webseiten veröffentlicht.
 
Die Studie weist nicht nur auf einen leichtsinnigen Umgang vieler junger Menschen mit persönlichen und intimen Daten hin, sondern auch auf das Problem der Unkontrollierbarkeit. Einfaches Löschen aus dem eigenen Facebook-Fotoalbum reicht nicht aus, wenn das Bild erst einmal an anderer Stelle veröffentlicht wurde. Susie Hargreaves, CEO von IWF, will darum junge Menschen sensibilisieren: ist ein Bild oder Video erst einmal online, könnte es für immer im Netz stehen. Der Upload lässt sich womöglich nie wieder zurücknehmen. Abhilfe sollen Gespräche mit jungen Menschen schaffen, die nicht nur Eltern, sondern auch Lehrer führen können.
 
Zum Ende der Studie haben die Macher einige anonyme Kommentare von Betroffenen veröffentlicht:
“Ein intimes Bild von mir, das ich mit 15 oder 16 gemacht habe und nie im Internet hochgeladen habe, kommt jetzt auf der ersten Seite der Suchmaschine, wenn man nach meinem Namen sucht. Das setzt meine Karriere aufs Spiel. Außerdem könnten Verwandte oder Freunde darauf stoßen.“
 
Unser Tipp: Allzu Persönliches sollten Sie gar nicht erst hochladen – egal ob nun bei Facebook, Dropbox oder Googlemail. Bei Facebook helfen zudem strenge Sicherheitseinstellungen: Bestimmen Sie genau, wer was sehen darf. Achtung: Profilbilder sind immer öffentlich.

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