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Marken erleben Wandel im Netz

07.11.2008 | 13:16 Uhr |

Die Präsenz von Marken erlebt im noch relativ jungen Web 2.0 bereits jetzt einen einschneidenden Wandel.

Bewährte Werbeformen sowie traditionelle Marketingmethoden und PR-Strategien sind angesichts des rasanten Wachstums von Social Media nicht mehr auf dem neuesten Stand der Dinge und gelten schnell als überholt. Aktivere, dynamischere und für den User interessantere Inhalte lösen klassische Instrumente in interaktiven Medien ab und Werber seien gut damit beraten, dieser Tendenz zu folgen. So sind die konsumentengenerierten Medien im Internet ein elementares Feld erfolgreicher Marketingkampagnen geworden, wie etwa der Bundesverband Digitale Wirtschaft ( BVDW ) aufzeigt.

"Die Mediennutzung aller Zielgruppen verändert sich zu Gunsten der kollaborativen Online-Medien. Marketingverantwortliche müssen dieser Entwicklung folgen", so der BVDW. Da Web-2.0-Portale wie Weblogs, Foren, Social Networks, Videoplattformen oder Microblogging-Dienste nicht nur den Alltag der User immer tiefgreifender beeinflussen, sondern auch den Zugang zu Marken und dadurch Kaufentscheidungen prägen, ist der Bereich Social Media für Werbetreibende schon jetzt unumgänglich. "Social Media ist ein zentraler Marktplatz für Markenempfehlungen. Dabei bilden Online-Foren das Epizentrum der Marken- und Produktempfehlung", heißt es vom BVDW. In konsumentengenerierten Medien werde ein überdurchschnittlich hohes Markenbewusstsein deutlich, das über alle Branchen hinweg zu erkennen sei.

Die größte Schwierigkeit für Werbetreibende besteht jedoch in der aktiven Natur des Web 2.0 selbst. Markenkampagnen zu steuern, kann in Anbetracht verschiedener Faktoren problematisch werden. In dem Motto "Sei interessant oder der User wird verschwinden und etwas Interessanteres finden" werden sowohl das enorme Angebot als auch die Grenzenlosigkeit von Social Media deutlich. Den Nutzern darin Marken bis zur Kaufentscheidung anzupreisen, gestaltet sich als schwierig. Zudem ist eine geographische wie auch zeitliche Steuerung von Werbekampagnen nur bedingt möglich, da sich kollaborative und konsumentengenerierte Medien nicht an Strategien aus Marketingabteilungen halten, sondern sich ausschließlich nach dem Interesse der gestaltenden User richten. (pte/jp)

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