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Sophos lässt Malware auf Vista los

30.11.2006 | 12:25 Uhr |

Wie sicher Windows Vista sein wird, da gehen die Meinungen - noch vor dem offiziellen Marktstart - auseinander. Während Ben Fathi, Corporate Vice President von Microsofts Security Technology Unit, das OS (naturgemäß) lobt, auch mit dem Hinweis darauf, dass es als erstes OS durch den kompletten Security Development Lifecycle marschiert ist, bekommt Vista Schelte von anderer Seite - Symantec etwa nahm die Beta des OS unter die Lupe (wir berichteten). Neuen Informations-Nachschub in Sachen Sicherheitsdebatte liefert nun Sophos.

Der Sicherheitsdienstleister Sophos hat im Rahmen seiner Schädlings-Top-Ten für November interessantes in Bezug auf Schadprogramme unter Vista zu Tage gefördert.

Aber der Reihe nach: In der Rangliste der zehn verbreitetsten elektronischen Malware-Programme für November (siehe Abbildung) gab es kleinere Veränderungen. So wurde der Schädling Netsky-P beispielsweise nach über einem halben Jahr von der Spitze verdrängt: von Stratio-Zip. Der Schädling war Erhebungen von Sophos zufolge im vergangenen Monat für ein Drittel des Malware-Aufkommens verantwortlich.

Neben der Auswertung hat der Sicherheitsdienstleister noch einen Test mit Vista durchgeführt. Dazu wurden alle in der Top Ten platzierten Viren, Würmer und Trojanischen Pferde auf Windows Vista beziehungsweise dort neu implementierte Sicherheitsmechanismen losgelassen. Dem Mail-Client 'Windows Mail' gelang es Tests der Spezialisten von Sophos zufolge die Schadprogramme zu erkennen und zu blockieren, einige Würmern konnten die Schutzmechanismen aber umgehen, sobald "die Anwender über einen Web-Zugang auf die Mails zugreifen." Die Malware, der dies gelang, war: Stratio-Zip, Netsky-P und MyDoom-O.

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos, kommentierte die Beobachtungen wie folgt: "Es wurde viel darüber diskutiert, ob Vista vor bestehender Malware komplett schützen kann oder nicht - die Antwort lautet: Nein. Ohne Frage hat Microsoft das Sicherheitsniveau von Windows Vista stark verbessert. Um das Risiko einer Viren-Infektion zu minimieren, ist der Einsatz zusätzlicher IT-Security-Programme jedoch weiterhin unerlässlich. Zudem werden Cyberkriminelle bereits daran arbeiten, Vista-spezifische Malware zu entwickeln. PC-Anwender sollten daher genau überlegen, ob ihre bislang eingesetzten Sicherheitslösungen ausreichen, um ihre Rechner vor den zunehmenden Gefahren zu schützen, zumal einige Security-Hersteller noch immer Schwierigkeiten damit haben, ihre Software in Vista zu integrieren."

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