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Sonys Sommer-Programm für die PSP: Loco Roco und Talkman

29.06.2006 | 14:27 Uhr |

Noch acht Spiele, dann ist Deutschland Weltmeister und die WM 2006 vorbei. Dann locken Sommer, Sonne, Badestrand und Biergärten. Wer sich lieber seine Zeit mit einer Spielekonsole vertreiben möchte und eine PSP besitzt, kann zu neuen Titeln von Sony greifen. Wir haben uns Loco Roco und Talkman ein wenig näher angesehen.

Sony hat für seine PSP zwei neue Titel fürs Sommerloch vorgestellt: Loco Roco und Talkman. Beide Titel sind ab sofort für rund 50 Euro im Handel erhältlich und könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Loco Roco ein Design bietet, das man eher von Nintendo erwarten würde, soll Talkman Sprachbarrieren im Ausland abbauen helfen.

Das Jump&Run-Spiel Loco Roco ist in Japan bereits seit einiger Zeit erhältlich und sieht - vorsichtig gesagt - auf den ersten Blick seltsam aus. Denn das Spiel bietet weder spektakuläre 3D-Effekte noch aktuelle Top-Grafik sondern kommt quietschbunt und abgefahren in einer 2D-Welt daher.

Zur Story: Auf einem fernen Planeten leben kleine, fröhliche, gelbe Kugeln - die Loco Rocos. Sie verbringen ihre Zeit am liebsten mit rumkugeln und singen, bis eines Tages böse Aliens den Planeten heimsuchen - die Mojyas. Diesen schwarzen, spinnenartigen Knäueln ist die bunte Welt ein Dorn im Auge. Und Sie als Spieler haben nun die Aufgabe einen Weg zu finden, um die Loco Rocos zu retten.

Dazu steuern Sie einen Loco Roco, indem Sie per Schultertasten die Spielwelt nach links und rechts kippen. Wie es sich für ein echtes Jump&Run-Spiel gehört, müssen Sie auf Ihrem Weg allerlei Dinge fressen, beispielsweise rosafarbene Bienen. Fahren Sie über eine orangefarbene Blüte, befreien Sie einen weiteren Loco Roco, den Sie sich einverleiben können. Dadurch wird die Spielfigur im Lauf der Zeit immer dicker und größer. An engen Stellen können Sie Ihren dicken Kumpel auch wieder aufteilen und danach wieder zusammenführen. 20 dieser Loco Rocos verbergen sich in jedem Level. Darüber hinaus lassen sich je drei "Freunde" finden, die Puzzleteile liefern, mit denen Sie sich später einen eigenen Level basteln können.

Das Spiel bietet je acht Level in fünf Welten. Pro Level sind zirka 10 Minuten Spielzeit erforderlich, nach etwa 8 bis 10 Stunden ist man also durch. Verlängert wird das Spielvergnügen durch eine Vielzahl versteckter Gänge, die erst gefunden werden müssen, damit wirklich alles, was in einem Level eingesammelt werden kann, auch gefunden wird.

An einigen Stellen des Spiels benötigen Sie eine bestimmte Menge an Loco Rocos, um weiter zu kommen. Beispielsweise müssen Sie den schlafenden Mond wecken. Haben Sie genug Loco Rocos beisammen, teilt sich die Spielfigur automatisch und trällert dem Mann im Mond ein Ständchen. Nachdem dieser aufgeweckt wurde, gibt er ein Extra frei.

Die Sound-Untermalung ist - gelinde gesagt - gewöhnungsbedürftig. Ein leicht nervender, aber eingängiger Grund-Sound, gesungen von Kindern (teilweise auch von einer Frau mit französischem Akzent) durchzieht das Spiel. Dennoch sind einige der Songs echte Ohrwürmer.

Zwar fragt man sich zu Beginn, was die Designer wohl bei der Entwicklung des Titels eingenommen haben, aber nach einigen Minuten möchte man das Spiel nicht mehr aus der Hand legen. Das Konzept funktioniert, die kleinen Wuselzwerge wachsen einem spätestens nach dem ersten erschreckten Ausruf von " Mojya, Mojya" ans Herz, der immer dann erklingt, sobald sich ein Alien nähert. Und die Jagd nach dem perfekten Abschluss eines Levels dürfte einige zusätzliche Stunden in Anspruch nehmen. Von diesen (nahezu) gewaltfreien und zauberhaften Titeln würde man sich in Zukunft mehr wünschen.

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