Sonys PSP: Das kleine Schwarze im Test

Montag den 26.09.2005 um 11:45 Uhr

von Markus Pilzweger

Lange hat es gedauert, bis Sonys tragbare Spielekonsole PSP auch in Europa im Handel erhältlich ist. Anfang September war es dann so weit und erste Umsatzdaten lassen auf einen erfolgreichen Start schließen. Doch kann Sonys Mini-Playstation am Thron von Nintendo rütteln? Wir haben die Konsole getestet.
Mit der Playstation Portable (PSP) tritt Sony in einen für das Unternehmen bis dato unbekannten Markt ein: Den für tragbare Spielekonsolen, den Nintendo mit seiner Gameboy-Serie seit Jahren beherrscht. Seit Mitte Dezember 2004 ist das Gerät in Japan erhältlich, und nun - nach einigen Verschiebungen - auch in Europa. Kann Sony am Thron von Nintendo rütteln, oder handelt es sich bei der PSP lediglich um ein hochgezüchtetes Luxus-Spielzeug für reiche Kids? Die PC-WELT hat das Gerät getestet.

First Look

In Deutschland ist die PSP als so genanntes Value Pack erhältlich. Aus dem kleinen Karton purzeln die Konsole, ein Memory-Stick mit 32 MB, eine Tasche, ein Reinigungstuch, eine Demo-Disc, Ohrhörer und ein Ladekabel. Eine gedruckte Anleitung liegt bei.

Nach dem Einschalten müssen zunächst einige Einstellungen wie beispielsweise die Uhrzeit oder der Nickname des Besitzers vorgenommen werden. Wer mag, kann das Erscheinungsbild der PSP anhand eigener Hintergrundbilder oder unterschiedlicher Farben an seinen persönlichen Geschmack anpassen.

Das Design der PSP ist gelungen, das schwarze Gehäuse wirkt sehr edel und die wichtigsten Bedienelemente sind gut erreichbar angeordnet, nur Spieler mit großen Händen könnten bei der ein oder anderen Situation Probleme bekommen, da sich in diesem Fall die Daumen, die auf den Steuerbuttons liegen und die Zeigefinger, die auf den oben angebrachten Schultertasten ruhen, nach einiger Zeit etwas verkrampfen.

Ansonsten liegt das Gerät gut in der Hand, erste Ermüdungserscheinungen waren erst nach einigen Stunden Dauerzocken festzustellen.

Gut gelöst wurde auch die Integration der Lautsprecher. Diese befinden sich direkt über dem riesigen TFT-Display unter einer kleinen Lochleiste und sorgen so - gut versteckt - für die Sounduntermalung.

Unterhalb des Displays befinden sich weitere Buttons, mit denen beispielsweise die Lautstärke der Musik geregelt oder zum Hauptmenü gewechselt werden kann.

Die Menüstruktur der PSP ist übersichtlich und bietet mit wenigen Klicks Zugriff auf Systeminfos, Bilder, Videos, Internet oder Spiele.

Letztere sind - wie auch die erhältlichen Videos - auf so genannten UMDs (Universal Media Disc) untergebracht. Dieses proprietäre Medium ähnelt einer Mini-CD, die aber in einer Schutzhülle untergebracht ist. Ein kleiner Schalter auf der Oberseite der PSP öffnet den UMD-Slot, die Medien werden wie Video-Kassetten eingelegt.

Montag den 26.09.2005 um 11:45 Uhr

von Markus Pilzweger

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