42854

Sonys Online-Musikdienst in Europa gestartet

06.07.2004 | 13:35 Uhr |

Sonys Musikdienst Connect ist überraschend schon jetzt in Europa gestartet. Neben deutschen Anwendern, können auch französische und britische Musikfans auf das Online-Angebot des Medienriesen zugreifen. Knapp drei Wochen nach dem Start von Apples Itunes folgt damit nun ein weiterer Konkurrent.

Sonys Musikdienst Connect ist überraschend schon jetzt in Europa gestartet. Neben deutschen Anwendern, können auch französische und britische Musikfans auf das Online-Angebot des Medienriesen zugreifen. Weitere europäische Länder sollen noch folgen. Knapp drei Wochen nach dem Start von Apples Itunes folgt damit nun ein weiterer Konkurrent.

"Wir stellen zur Zeit die Titel online, um Ende August dann 300.000 Stücke präsentieren zu können", sagte Markus Nierhaus von Sony Deutschland am Dienstag in Köln. "Wir bringen Connect mit einem Soft-Launch an den Markt, der von uns momentan nicht groß beworben wird." Sony habe bereits für rund 500 000 Musiktitel Verträge abgeschlossen.

Bei den Preisen orientiert sich Sonys Connect an Itunes. Einzelne Titel sind ab 99 Cent erhältlich und komplette Alben kosten ab 9,99 Euro. Bei einem schnellen Überfliegen des Connect-Angebots konnten wir auf Anhieb keinen Titel für 99 Cent finden. Songs aus dem aktuellen Charts kosteten manchmal 1,39 Euro und häufig 1,69 Euro.

Ähnlich wie bei Itunes kommen die Surfer günstiger weg, wenn sie gleich ein komplettes Album kaufen. So kosten beispielsweise alle Titel von Britney Spears Album "In the Zone" einzeln 1,69 Euro. Wer gleich das komplette Album kauft, der zahlt für insgesamt 13 Songs 12,99 Euro. Klingt nach einem Schnäppchen. Wer aber schnell mal beispielsweise zu Amazon rübersurft, der findet dasselbe Album auf CD für 14,99 Euro.

Im Connect-Angebot darf mit dem Internet Explorer gestöbert werden. Wer allerdings auch einen Titel kaufen möchte, der muss die Software "SonicStage Connect Europe Edition" installieren. Als Dateiformat verwendet der Dienst ATRAC3 (Adaptive Transform Acoustic Coding), das auch für die Wahrung der Urheberrechte sorgt und die unerlaubte Vervielfältigung unterbindet. Die Software sorgt auch für die Übertragung auf mobile Audiogeräte. Allerdings werden hierfür Sonys OpenMG- beziehungsweise MagicGate-Player benötigt. Ob ein Titel sich auf ein mobiles Audiogerät oder auf Audio-CD brennen lässt und wie oft, hängt vom jeweiligen Label ab.

Website von Sony Connect Europa

Apples Itunes in Deutschland gestartet (PC-WELT Online, 15.06.2004)

0 Kommentare zu diesem Artikel
42854