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Sony startet Gegenangriff auf Hacker mit DDoS-Attacken

11.12.2014 | 12:47 Uhr |

Sony wehrt sich offenbar nun mit Hacker-Tricks gegen die Verbreitung von Daten, die Hacker gestohlen haben.

Sony reagiert nun offenbar mit Gegenangriffen auf die Hacker, die kürzlich die Sony-Server angegriffen und über 100 Terabyte an Daten gestohlen haben. Die Hacker-Gruppe Guardians of Peace (GOP) erpresst Sony und droht mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Dabei haben sie unter anderem schon einige Decknamen von Prominenten publik gemacht. Die Hacker sollen aber im Besitz von noch sensibleren Daten sein.

Doch Sony lässt sich das offenbar nicht gefallen und bläst zum Gegenangriff. Laut US-Medienberichten greift Sony mit DDoS-Attacken die Rechner an, über die die Hacker die bei Sony gestohlenen Informationen im Web veröffentlichen. Unter anderem sollen dabei mehrere hundert in Asien stehende Computer für die Gegenattacke eingesetzt worden sein. In Folge dessen sei ein Download der Daten nicht oder nur sehr, sehr langsam möglich gewesen.

Die US-IT-Site Recode.net berichtet, dass Sony für die DDoS-Attacke den Amazon Web Service nutzt, der Datenzentren auch in Tokio und Singapur betreibt. Sony versuche außerdem die Verbreitung der Dokumente über P2P-Tauschbörsen zu stören und setze dabei Techniken ein, die bereits bei der Raubkopie-Bekämpfung im Einsatz seien.

GOP forderte Sony zuletzt am Montag auf, den "Film über Terrorismus" zu stoppen, weil er, so die Gruppe, den regionalen Frieden zerstören und zu Krieg führen könnte. Damit ist der Film "The Interview" von und mit Seth Rogen und James Franco gemeint, der Ende Dezember in den USA und im Februar in Deutschland in die Kinos kommt. In der Komödie spielen die beiden Schauspieler zwei Journalisten, die vom CIA damit beauftragt werden, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un zu ermorden. Nordkorea hatte bereits am Wochenende jede Verantwortung für den Angriff auf Sony zurückgewiesen.

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