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Sony will Lik-Sang PSP-Export verbieten

08.08.2005 | 12:51 Uhr |

Mit einem Verkaufsstart der tragbaren Konsole PSP von Sony ist in Europa erst in einigen Wochen zu rechnen. Anwender, die nicht mehr so lange warten möchten, können auf Importe zurückgreifen. Einer der größten Exporteure auf diesem Gebiet ist der in Hongkong ansässige Spielehändler Lik-Sang. Nun hat Sony gegenüber dem Unternehmen rechtliche Schritte angekündigt.

Was tun, wenn man eine PSP von Sony unbedingt haben möchte, aber in Europa wohnt und nicht auf den Start im September warten will? Man greift zu Angeboten von Händlern, die den kleinen Daddler exportieren. Ein großer Player im Spielebereich ist Lik-Sang . Das in Hongkong ansässige Unternehmen hat sich auf den weltweiten Vertrieb von Spielen, Konsolen und Zubehör spezialisiert - nun hat nun wegen der PSP Ärger mit Sony .

Sony ist der Ansicht, dass Lik-Sang die Markenrechte des Unternehmens verletzt, indem es Kunden in Großbritannien PSPs anbietet. Sony will nun mit einer Klage in Hongkong erreichen, dass es Lik-Sang verboten wird, PSPs, PSP-Spiele und -Zubehör nach Europa exportiert. Dies gab Lik-Sang auf seiner Website bekannt.

Darüber hinaus forderte Sony, dass Lik-Sang die Gebrauchsanleitung der PSP sowie Links darauf von seiner Website entfernt. Dem kam das Unternehmen umgehend nach.

Lik-Sang zeigt sich ob der Klage vollkommen überrascht und gibt an, dass derartige Exporte nach der Gesetzeslage in Hongkong vollkommen legal sind. Demnach dürfen Waren exportiert werden, sobald sie am Markt erschienen sind. Sowohl Lik-Sang als auch deren Eigentümerin, Pacific Game Technology Limited, sind laut Unternehmen in Hongkong registriert.

"Die Verkäufe von Lik-Sang stellen eine ungesetzliche Störung der ökonomischen Interessen von Sony dar", zitiert das Unternehmen aus dem Anschreiben von Sony. Pascal Clarysse, Marketing Manager bei Lik-Sang, kommentiert: "Dies ist der aggressivste Schritt, den ein Konsolenhersteller in der 30jährigen Geschichte der Videospiele gegen seine eigenen Kunden unternommen hat. Sony will Hardcore-Gamern den Zugang zu Gegenständen, die in Japan oder anderswo außerhalb ihrer Heimatländer erschienen sind, komplett verwehren."

Trotz der Klage will Lik-Sang vorerst den Vertrieb und den Support für PSP-Bestellungen weiter aufrechterhalten.

PSP-/Xbox-360-Kabbelei zwischen Sony und Microsoft (PC-WELT Online, 23.06.2005)

Sonys PSP kommt im September nach Europa (PC-WELT Online, 26.04.2005)

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