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Sony soll für defekte Akkus zahlen

16.10.2006 | 17:03 Uhr |

Die defekten Notebook-Akkus und damit verbundenen Rückrufaktionen verschiedener Hersteller könnten Sony jetzt teuer zu stehen kommen.

In den vergangen Wochen mussten Hersteller wie Apple, Dell oder Toshiba etliche Notebooks mit potenziell defekten Sony -Lithium-Ionen-Akkus zurückrufen. Insgesamt werden rund acht Milliarden Batterien aus Sony-Fertigung umgetauscht. Jetzt erwarten die betroffenen Unternehmen eine Übernahme der Kosten durch Sony. Zudem könnte der Hersteller auch für Imageschäden und entgangene Profite in die Pflicht genommen werden. Laut Medienberichten denken derzeit Toshiba, Fujitsu und Hitachi über derartige Schritte nach. Allerdings wollen die Unternehmen zunächst die Auswirkungen der Rückrufwelle beobachten.

Sony selbst rechnet allein für die rund sechs Millionen umgetauschten Akkus von Dell und Apple mit Kosten zwischen 135 und 200 Millionen Euro. Aktuelle Schätzungen hat das Unternehmen noch nicht abgegeben. Angesichts der weiteren Rückrufe und der zahlreichen betroffenen Hersteller dürften die tatsächlichen Austauschkosten weit höher liegen: Experten beziffern die bisher angefallenen Kosten auf bis zu 333 Millionen Euro.

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