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Sony reduziert Gewinnprognose

19.10.2006 | 12:06 Uhr |

Bereits vor wenigen Tagen wurde darüber spekuliert, ob Sony auf Grund der Probleme mit seinen Notebook-Akkus und der Playstation 3 seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurückschrauben wird. Nun ist es offiziell. Demnach erwartet der Konzern beim operativen Gewinn einen Einbruch um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis.

Sony hat seine Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr drastisch reduziert. Demnach erwartet der Konzern nun einen operativen Gewinn in Höhe von 50 Milliarden Yen (335 Millionen Euro, der Umsatz soll unverändert bei 8,23 Billionen Yen (55 Milliarden Euro) liegen. Im Vergleich zum Vorjahr würde der operative Gewinn um rund 78 Prozent einbrechen. Damals erwirtschaftete das Unternehmen noch 226 Milliarden Yen operativen Gewinn (1,5 Milliarden Euro). Die bisherige Prognose ging von einem operativen Gewinn in Höhe von 130 Milliarden Yen aus.

Inklusive der Einnahmen aus Zinsen oder Aktienbeteiligungen soll der Gesamtgewinn des Konzerns nun 80 Milliarden Yen betragen (536 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr wäre dies ein Rückgang um 36 Prozent.

Alleine das Rückrufprogramm für schadhafte Notebook-Akkus wird den Konzern nach eigenen Angaben 51 Milliarden Yen (342 Millionen Euro) kosten. Dazu kommen die Anlaufkosten für die Playstation 3, weitere Kosten für die Preissenkung der Konsole (20-GB-Version) in Japan sowie die Massenproduktion der blauen Laser. Alleine für den Spielebereich rechnet der Konzern nun mit einem Verlust in Höhe von 30 Milliarden Yen (201 Millionen Euro). Zuvor war noch von einem Gewinn der Sparte ausgegangen worden.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: So wurden die angepeilten Verkaufszahlen in Sonys LCD-TV- und Digitalkamera-Bereichen erreicht. In der kommenden Woche will Sony Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr veröffentlichen.

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