Sony XCP: Microsoft ist "besorgt" über den Kopierschutz

Donnerstag, 10.11.2005 | 14:31 von Panagiotis Kolokythas
Während Microsoft sich seit Monaten "Mehr Sicherheit für Windows" auf die Fahnen geschrieben hat, bringt Sony BMG Audio-CDs auf den Markt, die mittels eines Rootkits für einen Kopierschutz sorgen. Dass die beiden Ziele der Unternehmen da nicht miteinander vereinbar sind, liegt da auf der Hand. Entsprechend äußerte Microsoft nun auch erstmals Bedenken gegen Sonys XCP.

Im Gegensatz zu Sicherheitsunternehmen, wie beispielsweise Symantec und Computer Associates, die XCP als Malware einstufen wollen, ist bei Microsoft laut einem Bericht der US-Site Eweek noch keinerlei Entscheidung darüber gefallen, wie auf Sonys XCP reagiert werden soll. Microsoft äußerte lediglich, dass man "besorgt" über die Funktionsweise des Kopierschutzes sei. Eine Microsoft-Sprecherin sagte, dass derzeit noch überlegt werde, ob Sonys Kopierschutz in Windows Defender (bisher Microsoft Antispyware) als schädlicher Code identifiziert werden sollte.

"Wir haben sowohl für Windows Defender als auch für das Malicious Software Removal Tool ( MSRT ) objektive Kriterien, um zu entscheiden, ob etwas so klassifiziert werden sollte, dass es entfernt wird. Wir evualieren derzeit die Situation, um festzustellen, ob eine Aktion seitens Microsoft notwendig ist", sagte eine Sprecherin von Microsoft.

Die Sprecherin betonte außerdem, dass Microsoft eine hohe Summe in die Sicherheit seiner Produkte investiere. "Daher sind wir über jede Malware, inklusive Rootkits, besorgt, die unsere Kunden betrifft und einen negativen Einfluss auf die Sicherheit, Verlässlichkeit und Performance ihre System hat", so die Sprecherin weiter.

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