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Sony PSP: Filmstudios ziehen sich zurück

30.03.2006 | 13:51 Uhr |

Neben Spielen kann die Spielekonsole PSP von Sony auch Videos abspielen. Doch offenbar liegen die Film-UMDs wie Blei in den Regalen, was viele Studios dazu veranlasst, sich von der Produktion der Videos zu verabschieden.

Sonys PSP wurde als mediale Wollmilchsau angekündigt: Neben Spielen kann das Gerät auch Musik oder Videos wiedergeben. Passend zum Start der Konsole waren bereits eine Reihe von Filmen auf dem proprietären Medienformat UMD (Universal Media Disc) der PSP verfügbar, die Preise rangierten dabei jedoch zumeist höher, als entsprechende Film-DVDs kosteten.

In den USA sind die Verkaufszahlen der Film-UMDs offenbar nicht gerade berauschend, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Dementsprechend überlegen sich immer mehr Studios, aus der Produktion der Film-UMDs komplett auszusteigen, beziehungsweise nur noch vereinzelt Titel zu veröffentlichen. Universal beispielsweise hat die Produktion zwischenzeitlich komplett gestoppt. Die Agentur zitiert hinsichtlich der Verkaufszahlen einen nicht namentlich genannten Universal-Verantwortlichen mit den Worten: "Es ist schrecklich. Der Verkaufszahlen sind nahe null. Es ist ein weiterer Sony-Reinfall."

Der Präsident der Home-Entertainment-Abteilung eines weiteren, großen Studios bringt die Sache folgendermaßen auf den Punkt: "Niemand sieht sich Filme auf einer PSP an. Es ist eine Spielekonsole."

Zudem berichtet Reuters, dass der Einzelhandelsriese Walmart UMD-Filme komplett aus seinem Sortiment streichen wolle. Dies wäre ein herber Rückschlag für dieses Format, da Walmart in den USA ein extrem wichtiger Vertriebskanal ist.

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