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PSN-Ausfall kostet über 120 Millionen Euro

23.05.2011 | 19:02 Uhr |

Die fast vierwöchige Downtime des PlayStation Networks sowie die Erdbeben-Katastrophe in Japan drücken Sonys Gewinn ins Minus.

Sony Computer Entertainment (SCE) hat seine Investoren heute auf die Veröffentlichung des Abschlussberichts für das Geschäftsjahr 2010/2011 vorbereitet. So teilte der Konzern in einer offiziellen Meldung mit, dass der vorausgesagte Gewinn von 70 Milliarden Yen (rund 609 Millionen Euro) in einen Verlust von knapp 260 Milliarden Yen (2,26 Milliarden Euro) umgeschichtet wird.

Hauptgrund für das negative Geschäftsergebnis sind die Erdbebenkatastrophe sowie der darauffolgende Tsunami, die Anfang März 2011 Japan heimsuchten. Durch die Flutwelle wurden mehrere Sony-Produktionsstätten, unter anderem für Blu-ray-Laufwerke, beschädigt oder zerstört. Der PlayStation-Network-Ausfall im April und Mai 2011 zählt zwar nicht mehr zum Geschäftsjahr 2010/2011, das am 31. März 2011 endete, wirkt sich jedoch auch negativ auf die Zahlen des Unternehmens aus. Wie Sony heute bestätigte, kostet der Skandal den Konzern 14 Milliarden Yen (rund 120 Millionen Euro).

Im vergangenen Jahr verzeichnete Sony einen Verlust von umgerechnet 313 Millionen Euro. Das Jahr davor waren es ganze 713 Millionen Euro. Im aktuellen Geschäftsbericht hatte sich das japanische Unternehmen erstmals ein Plus erhofft.

Sony stellt neue Sicherheitsmaßnahmen für PSN vor

Am 20. April 2011 war es Hackern gelungen ins PlayStation Network sowie in die Sony-Online-Entertainment-Server einzudringen, wobei die persönlichen Daten von über 100 Millionen Nutzern gestohlen wurden. Seit einer Woche ist der Online-Dienst teilweise wieder erreichbar. Der PlayStation Store soll in den nächsten Tagen wieder ans Netz gehen. Um die Daten seiner Kunden in Zukunft besser schützen zu können, hat Sony zahlreiche neue Sicherheitsmaßnahmen im PSN eingeführt.

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