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Sony Music Japan verzichtet künftig auf Kopierschutz

04.10.2004 | 17:21 Uhr |

Immer weniger Audio-CDs werden raubkopiert. Das will Sony Music Japan jetzt erkannt haben und belohnt die Konsumenten. Ab Mitte November will das Unternehmen keine neuen Audio-CDs mehr mit einem Kopierschutz ausstatten.

Sony Music in Japan will künftig keine Audio-CDs mehr mit Kopierschutz versehen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass das illegale Kopieren von Audio-CDs insgesamt zurückgegangen sei. Nur noch wenige Anwender würden illegal Audio-CDs kopieren. Ab Mitte November sollen daher keine neuen Audio-CDs mit Kopierschutz auf den japanischen Markt gebracht werden.

Die großen Plattenfirmen hatten vor zwei Jahren damit begonnen, neue Audio-CDs mittels eines Kopierschutzes auszuliefern. Dieser soll verhindern, dass diese CDs auf einem Rechner abspielbar und damit kopierbar sind. Aktuelle Kopierschutz-Technologien lassen zumindest das Abspielen auf einem PC zu. Bei den Käufern sorgen solche kopiergeschützten Audio-CDs allerdings oft für Ärger, weil sie auf einigen Abspielgeräten überhaupt nicht abgespielt werden können.

Erst vor kurzem hatte Sony verkündet, dass die eigenen Player künftig auch normale MP3-Dateien abspielen werden können. Bisher konnten die Geräte nur Dateien im Sony-Format Atrac abspielen und Songs mussten erst in dieses Format konvertiert werden.

Die Entscheidung von Sony in Japan jetzt auch noch die Kopierschutz für Audio-CDs fallen zu lassen, könnte sich darin begründen, dass Sony nicht nur den Käufern Abspielprobleme ersparen will, sondern auch den Absatz der eigenen Player ankurbeln möchte.

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