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In drei Jahren Hälfte der TV-Geräte mit 3D

29.11.2009 | 14:23 Uhr |

3D-TV steht vor dem endgültigen Durchbruch, wenn Sonys Markteinschätzung zutrifft. Wie der japanische Konzern bekannt gegeben hat, erwartet er, dass in drei Jahren bereits bis zu 50 Prozent der vom Unternehmen verkauften Fernseher 3D-fähig sein werden. Südkorea wiederum strebt eine Führerschaft bei der terrestrischen Ausstrahlung von 3D-Inhalten an. Noch 2010 soll daher ein umfassender Testbetrieb starten.

Zeitlich könnten in Südkorea aber Kabel-3D-Angebote das Rennen machen. In Europa wiederum dürfte Satelliten-TV die ersten 3D-Kanäle ebenfalls 2010 hervorbringen. Sky hatte jedenfalls im Juli einen Sender für England angekündigt. LG hatte schon im Rahmen der Präsentation von 3D-Geräten auf der IFA angedeutet, dass 3D in etwa drei Jahren mehr als nur ein Nischenmarkt sein könnte. Sony, das ebenfalls zur IFA mit der Ankündigung des Markstarts eines 3D-fähigen Bravia-LCD-Geräts im kommenden Jahr eine Vorreiterrolle beansprucht hat, hat nun für die eigenen Produkte konkretisiert, wie stark 3D in naher Zukunft wachsen wird.

Für jenes Finanzjahr, das für Sony mit März 2013 endet, erwartet der Hersteller, dass schon 30 bis 50 Prozent aller vom Unternehmen verkauften Geräte 3D-Modelle sein werden. In diesem Zusammenhang wurde auch betont, dass Games mit 3D besonders viel Spaß machen würden. Diesbezüglich hat Sony als Konsolenhersteller gegenüber anderen 3D-TV-Herstellern sicherlich einen Vermarktungstrumpf in der Hand.

Praktisch sicher ist indes, dass 2010 erstmals 3D-TV in größerem Maßstab ausgestrahlt wird. Ambitioniert gibt sich in dieser Hinsicht die südkoreanische Korea Communications Commission (KCC), die nicht einfach nur Satelliten-Tests anstrebt. "Wir wollen einen Schritt weiter gehen und das erste Land der Welt werden, dass 3D-TV in HD-Qualität terrestrisch ausstrahlt", zitiert die Korea Times einen KCC-Sprecher.

Obwohl der KCC-Zeitplan einen umfassenden Testbetrieb spätestens im zweiten Halbjahr 2010 vorsieht, dürften auch in Südkorea andere Übertragungsmethoden zuerst am 3D-Ziel sein. Der Kabelbetreiber CJ HelloVision geht davon aus, dass er 3D-Video-on-Demand-Angebote innerhalb von ein bis zwei Wochen umsetzen kann. In Europa wiederum hat der Satellitenbetreiber Astra schon im März angekündigt, dass mit diversen TV-Sendern über 3D verhandelt werde.

Ob sich 3D-Fernsehen wirklich so schnell durchsetzen wird, wie es etwa Sony und die KCC hoffen, bleibt freilich abzuwarten. Im Rahmen der IFA hatte etwa Philips noch Zweifel an der Markttauglichkeit und -reife von 3D-Technologien geäußert. Bis zu sieben Jahre werde der Reifungsprozess noch dauern, meinte wiederum der amerikanische Technologie-Analyst Rob Enderle - der allerdings bei US-Bloggern und -Medien im Rufe steht, all zu oft eklatante Fehleinschätzungen zu liefern. (pte)

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