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Sony-Hacker enttarnen Promi-Decknamen

09.12.2014 | 12:54 Uhr |

Während die Jagd nach den Sony-Hackern weitergeht, veröffentlichen diese nun weitere gestohlene Daten über Promis.

Die Hacker-Gruppe Guardians of Peace (GOP) hat kürzlich Sony angegriffen. Dabei wurden nicht nur bisher unveröffentlichte Filme gestohlen, sondern auch Daten von Sony-Mitarbeitern und Prominenten. Darunter sollen sich auch Telefonnummern, Sozialversicherungsnummern und Mail-Adressen befinden. Und auch die Decknamen der Promis gehören offenbar dazu.

Einige dieser Decknamen hat GOP nun im Web laut einem Bericht von Fusion.net publik gemacht. Demnach nutzen die Prominenten die Decknamen unter anderem bei Reisen und Hotelbuchungen. Nun müssen sie sich allerdings neue Decknamen ausdenken.

Tom Hanks soll beispielsweise wahlweise den Decknamen "Harry Lauder" oder "Johnny Madrid" verwenden. Daniel Craig nennt sich "Olwen Williams", Jessica Alba nennt sich "Cash Money" und Natalie Portman verreist als "Lauren Brown".

Unterm Strich dürfte die Aktion von GOP dazu dienen, den Druck auf Sony Pictures zu erhöhen. Schlimmer hat es etwa Sylvester Stallone getroffen, dessen Sozialversicherungsnummer im Web veröffentlicht wurde.

The Interview offenbar Grund für die Hacker-Attacke

Offen bleibt, wer hinter der Attacke steckt. Weniger offen ist aber der Grund: GOP forderte Sony am Montag erneut auf, den "Film über Terrorismus" zu stoppen, weil er, so die Gruppe, den regionalen Frieden zerstören und zu Krieg führen könnte.

Damit ist der Film "The Interview" von und mit Seth Rogen und James Franco gemeint, der Ende Dezember in den USA und im Februar in Deutschland in die Kinos kommt. In der Komödie spielen die beiden Schauspieler zwei Journalisten, die vom CIA damit beauftragt werden, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un zu ermorden.

Nordkorea wies am Wochenende alle Gerüchte zurück, an der Hacker-Attacke auf Sony beteiligt gewesen zu sein. Ermittler konnten die Spur der Hacker kürzlich bis zum Luxus-Hotel St. Regis in Thailands Hauptstadt Bangkok zurück verfolgen. Ebenfalls am Wochenende gab es Berichte darüber, dass Sony-Mitarbeiter und ihre Familien per Mails von GOP bedroht worden seien. Dazu schreibt GOP nun am Montag in einem Posting auf Github : "Wir wissen nichts von Drohmails, die die Sony-Mitarbeiter erhalten haben. Aber sie sollten klug selbst darüber urteilen, warum solche Dinge passieren und wer verantwortlich dafür ist."

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