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Keine Handys mehr mit Symbian geplant

Das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson hat bekannt gegeben, zukünftig keine Handys mehr mit Symbian-Betriebssystem auf den Markt zu bringen.

Was Technik-Chef Jan Uddenfeldt erst kürzlich im Interview mit der schwedischen Zeitschrift Ny Teknik ankündigte, wurde jetzt von Firmensprecher Aldo Liguori bestätigt: "Wir haben zur Zeit keine Pläne, neue Produkte mit dem Standard oder dem Betriebssystem der Symbian Foundation zu entwickeln", zitiert ihn das Wirtschaftsportal Bloomberg.

Aus der Symbian Foundation werde man aber nicht austreten. Man wolle Android zwar zukünftig nicht ausschließlich verwenden, allerdings werde die Google-Plattform weiterhin sehr wichtig für das Unternehmen sein, so Liguori weiter.

Die Symbian Foundation wurde im Jahr 2008 von Nokia gegründet. Dabei handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die das Betriebssystem entwickelt und die Kompatibilität zwischen Symbian-Entwicklungen überwacht. Sie soll eine Plattform mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche gewährleisten, die dann allen Mitgliedern lizenzfrei zur Verfügung gestellt werden kann. Inzwischen setzen aber außer Gründer Nokia alle großen Handyhersteller auf Android von Google oder auf Eigenentwicklungen wie Samsungs Bada.

Sony Ericsson hat in letzter Zeit nur noch Handys mit seinem proprietären Betriebssystem und Smartphones mit Google Android gebaut. Das letzte Handy mit Symbian S60 war das Sony Ericsson Vivaz, das im Test vor allem durch seine gute Videofunktion auffiel. Es wird bereits seit März 2010 verkauft.

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