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Sonnet schert schwarze Schafe

14.08.2000 | 16:57 Uhr |

Der Flatrateanbieter Sonnet hat in der vergangenen Woche eine nicht näher bekannte Zahl von Kunden gekündigt. Ihnen wird vorgeworfen, gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen zu haben, indem sie die Flatrate gewerblich nutzen oder sich zu mehreren gleichzeitig über ein Konto einwählten.

Der Flatrateanbieter Sonnet hat in der vergangenen Woche eine nicht näher bekannte Zahl von Kunden gekündigt. Marketingmanager Mirko Windmiller sprach gegenüber der PC-WELT aber von einer groben Schätzung "in den hunderten". Da die Betroffenen aber Zeit haben, um Wiederspruch einzulegen oder Missverständnisse aufzuklären, stehe die genaue Zahl noch nicht fest.

Den gekündigten Kunden wird vorgeworfen, gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen zu haben. Zwei Vergehen machen hier den Löwenanteil der Kündigungsgründe aus. Zum einen ist es die gewerbliche Nutzung der Flatrate etwa zum Versand von Werbemails. Zum anderen haben viele Kunden Kanalbündelung benutzt oder sich über mehrer Anschlüsse gleichzeitig in ihr Konto eingewählt. Es kamen so Nutzungszeiten von mehr als 24 Stunden pro Tag zu Stande. "Solche Dinge können nicht durch ein Missgeschick geschehen" so Windmiller. "Wir haben aber nur in den Fällen gekündigt, wo deutlich gegen die AGB verstoßen wurde. Wenn jemand ein-, zwei- oder dreimal Kanalbündelung benützt hat, dann ahnden wir das nicht." (PC-WELT, 14.08.2000, meh)

Flatrates im Überblick

Flatrates 45 Prozent billiger (PC-WELT Online, 25.7.2000)

Surfen für unter 70 Mark (PC-WELT Online, 5.6.2000)

Sonnet: Flatrate für 79 Mark (PC-WELT Online, 30.5.2000)

Keine Wolken über Sonnet (PC-WELT Online, 8.8.2000)

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