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Sojus-Rakete mit 3 Astronauten und ohne Sängerin gestartet

02.09.2015 | 12:35 Uhr |

Eine Sojus-Rakete ist mit drei Astronauten zur ISS gestartet. Kurios: Einer der Astronauten ist nur an Bord, weil die britische Sängerin Sarah Brightman auf ihre Teilnahme verzichtete.

Heute Morgen ist eine russische Sojus-Rakete erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof in kasachischen Baikonur gestartet. Ihr Ziel ist die Internationale Raumstation ISS. Die Rakete bringt drei neue Astronauten zur ISS: Den Dänen Andreas Mogensen, den Kasachen Aidyn Aimbetow und den Russen Sergej Wolkow. Die drei Astronauten sollen die ISS am Freitag erreichen.

Die drei Raumfahrer bleiben aber unterschiedlich lange auf der ISS: Für Mogensen und Aimbetow wird es ein zehn Tage langer Aufenthalt, sie fliegen danach mit dem bereits an Bord befindlichen Gennady Padalka zur Erde zurück. Wolkow dagegen bleibt ein halbes Jahr auf der ISS. Einen kuriosen Hintergrund hat die Teilnahme des Kasachen Aimbetow: Er bekam angeblich nur einen Platz, weil die britische Sängerin Sarah Brightman ihren Flug zur ISS abgesagt hatte, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Die Weltraumfahrt scheint mit dem heutigen erfolgreichen Sojus-Start ihre jüngste Krise vollständig überwunden zu haben. Denn bereits im Juli brachte eine andere Sojus-Rakete drei Astronauten zur ISS. Kurz zuvor war eine russische Versorgungsrakete erfolgreich zur ISS geflogen. Und die Pluto-Sonde New Horizons funkt immer neue spektakuläre Aufnahmen zur Erde.

Die Monate davor waren allerdings von zahlreichen Rückschlägen gekennzeichnet. Die beiden voran gegangenen Transportflüge zur ISS waren gescheitert. Am 8. Mai stürzte ein russischer Progress-Transporter mit 2,4 Tonnen Versorgungsmaterial  für die ISS zur Erde.   Und am 29. Juni  explodierte eine Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX mit 2,5 Tonnen Versorgungsgütern für die ISS. An Bord befanden sich auch einige Microsoft Hololens-Brillen.

Im April 2014 zerschellte eine Falcon-9-Rakete bei dem Versuch auf einem Drohnen-Schiff zu landen. Der Kontakt zur Kometen-Sonde Philae ist zudem abgebrochen.  
 

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