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Kritik an Qualität des Managements

29.09.2008 | 11:49 Uhr |

Eine aktuelle Studie zeigt, dass mittelständische Softwarehersteller durch Managementfehler jedes Jahr hohe Erträge verlieren. Bei den im Detail analysierten Unternehmen, die für zehn Prozent des gesamten deutschen Softwaremarktes stehen, soll der dadurch verursachte Ausfall über 135 Millionen Euro betragen.

Die Munich Strategy Group (MSG) hat für ihre Studie 70 mittelständische, deutschsprachige Softwarehersteller bezüglich Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer strategischen Ausrichtung analysiert. Das überdurchschnittlich hohe Umsatzwachstum dieser Firmengruppe von 10,6 Prozent im Vergleich zur gesamten Softwarebranche sei positiv zu bewerten, wie die MSG feststellt. Und auch die durchschnittliche Ertragskraft (EBIT prozentual vom Umsatz) von 9,5 Prozent sei gut.

Doch die hohe Bandbreite bei Umsatzwachstumsraten von -20,1 bis +37,2 Prozent und bei den EBIT-Margen von -16,1 bis +34,2 Prozent lassen den Beginn einer aufziehenden Krisensituation erkennen, wie die MSG mutmaßt. Anbieter technischer Software können durchschnittlich eine wesentlich höhere Ertragskraft aufweisen als beispielsweise Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standard-Software. In jedem dieser Segmente seien laut MSG jedoch eindeutige Gewinner und Verlierer zu identifizieren. Der von den Münchner Strategieberatern verwandte MSG-Performance-Index zeigt, dass in jedem Segment deutliche Gewinner mit EBIT-Margen von 20 Prozent und mehr zu finden sind. Diese Unternehmen würden somit über wesentlich mehr Spielraum bei den anstehenden Herausforderungen und Investitionen verfügen.

„Die von uns betrachteten Unternehmen verschenken in Summe über 135 Millionen Euro an Ertragskraft", wie Claus Wattendrup von MSG mit Blick auf die schwächeren Unternehmen ausführt. Als Begründung für eine unbefriedigende Geschäftssituation würde zwar von vielen Managern die aktuelle Marktschwäche angeführt. Dieses Problem trifft aber alle Unternehmen eines Segmentes gleichermaßen und wird oftmals nur als Ausrede für Schwächen in der eigenen Organisation verwendet, wie die MSG entgegnet.

„Es wird nun Zeit, dass das Management die erforderlichen strategischen Entscheidungen zur langfristigen Unternehmensentwicklung trifft - und diese konsequent umsetzt.“, so Michael Westfahl von MSG. Nach Ansicht des Software-Experten ist die Bereitschaft von Management und Gesellschaftern, sich vorbehaltlos und konsequent mit der jeweiligen Unternehmenssituation auseinander zu setzen oftmals nicht ausreichend ausgeprägt. Die Goldgräberstimmung ist bei den meisten Unternehmen verflogen. In hoch innovativen und sehr stark wachsenden Märkten war es leichter, Geld zu verdienen. Nun aber wird die
Qualität des Managements beim mittelständischen Softwarehersteller zum entscheidenden
Erfolgsfaktor.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können gegen eine Schutzgebühr von 75 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer angefordert werden unter:

Munich Strategy GmbH & Co. KG
Frau Katrin Große
Prinzregentenstr. 91
81677 München
Telefon: 089 – 414 244 980
E-Mail: info@munich-strategy.com

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