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Softwarefehler beim MDA lässt SMS-Versand teuer werden

04.04.2006 | 15:55 Uhr |

Wer sich einen MDA von T-Mobile zulegt, muss dafür ziemlich tief in die Tasche greifen. Dass der Kunde auch für herkömmliche Kurznachrichten zum Teil mehr bezahlen muss als Nutzer von anderen Endgeräten, wurde ihnen bei Vertragsabschluss vermutlich nicht gesagt.



Wie aus einem Bericht des Hessischen Rundfunk hevorgeht, wurden Mitteilungen auf Grund eines Softwarefehlers bei Geräten der MDA-Reihe zum Teil mehrfach berechnet. So wurden im Test für das Versenden einer Kurznachricht bis zu 80 Cent verlangt, betroffene Kunden berichteten von Beträgen über einem Euro. Das Problem ist auf die Eingabehilfe beim Erstellen einer SMS zurückzuführen. Anstelle von Satzzeichen wie etwa Hochkommata könnte beispielsweise das Sonderzeichen "accent graph" eingesetzt werden, das wesentlich mehr Speicherplatz benötigt als herkömmliche Satzzeichen. Dies hat zur Folge, dass eine Kurznachricht deutlich kürzer wird und somit mehrere SMS verschickt werden.

Obwohl T-Mobile anscheinend bereits seit längerer Zeit von diesem Fehler wusste, hat sie erst jetzt begonnen darauf zu reagieren. Laut Sprecher bedauert das Unternehmen zutiefst, dass erst jetzt darüber gesprochen wird, allerdings wolle man das Vertrauen der Kunden nicht länger enttäuschen.

Geschädigten Verbrauchern wurde eine "kulante Lösung" zugesichert, derzeit werden 120.000 Endgeräte aus der MDA-Reihe in Deutschland zum Versand von Kurznachrichten verwendet. Um das Problem aus der Welt zu schaffen, sollten vorerst alle Sonderzeichen abgeschaltet werden, ein Update der Software ist hingegen noch nicht im Gespräch.

Mehr Informationen:
» Alle Geräte von T-Mobile auf einen Blick

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