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USB-Stick geht auf Porno-Jagd

07.03.2010 | 16:08 Uhr |

Das IT-Forensik-Unternehmen Paraben hat mit dem "Porn Detection Stick" einen USB-Stick für die Porno-Jagd veröffentlicht. Die Software untersucht die Festplatte sowie externe Datenträger auf pornografische und möglicherweise illegale Bilder.

So können nicht nur Computer am Arbeitsplatz sauber gehalten werden, sondern insbesondere auch von Kindern genutzte PCs. "Für mich als Mutter war es sehr wichtig ein Tool zu schaffen, dass Eltern die Möglichkeit gibt, Risiken für ihre Kinder aufzuspüren", sagt Paraben-CEO Amber Schroader. Der USB-Stick soll dabei andere Ansätze wie Web-Filtersoftware als zusätzlicher Schutzmechanismus von Kindern ergänzen. Jedenfalls verspricht Paraben eine beeindruckende Treffgenauigkeit von 99 Prozent bei der Suche nach pornografischen Bildern. Der Porn Detection Stick nutzt dem Hersteller zufolge eine Reihe fortschrittlicher Algorithmen, um Bilder auf eine möglicherweise pornografische Natur zu untersuchen. Dazu werden unter anderem Gesichtszüge, Hautfarben, Bildhintergründe und die Form bestimmter Körperteile untersucht. Dabei verspricht Paraben eine Fehlerkennungsrate von weniger als einem Prozent, obwohl sexuelle Anrüchigkeit bekanntlich relativ ist und beispielsweise Bikini-Fotos aus dem Urlaub schwierig einzuordnen sind.

"Da ist Skepsis verständlich, aber die Software auf dem Porn Detection Stick bietet einen Empfindlichkeitsregler", sagt Gavin Gustafson, Paraben Marketing & PR, auf Nachfrage von pressetext. Wie scharf die Software reagiert, kann somit je nach Anwendungsfall eingestellt werden. "Die Mutter eines Zwölfjährigen könnte Bikini-Fotos als unangebracht erachten, während die Werbeagentur eines Strandressorts das wohl nicht wird", so Gustafson. Mit den passenden Einstellungen könne die Fehlerkennungsrate jedenfalls auf den sehr geringen Wert gedrückt werden.

Laut Paraben kann der Porn Detection Stick auf einem Computer mit 500 Gigbyte Festplattenplatz und über 70.000 Bilder in eineinhalb Stunden durchanalysieren. Damit sollen beispielsweise Fotos aufgespürt werden, die sich an Webfiltern vorbeigeschummelt haben. Denn im Mittel würden Kinder im Internet schon mit elf Jahren auf pornografische Inhalte stoßen, so das Unternehmen.

Eine Einschränkung des Produkts ist sicherlich, dass es nur Fotos analysieren kann, denn im modernen Web sind auch Downloads anzüglicher Videoinhalte meist nur wenige Klicks entfernt. Doch "bald" soll laut Paraben auch eine Video-Suche kommen. Jedenfalls ist der Porn Detection Stick beim Hersteller für knapp 100 Dollar erhältlich.

(pte)

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