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Oracle stellt OpenOffice ein

18.04.2011 | 17:02 Uhr |

Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit mehreren Entwicklern und dem Start des Open-Source-Konkurrenten LibreOffice, stellt Oracle die Entwicklung von OpenOffice ein.

Wie Oracle am vergangenen Wochenende bekannt gab, will das Unternehmen die Entwicklung des Software-Pakets OpenOffice einstellen. Grund für diese Entscheidung sind Meinungsverschiedenheiten mit mehreren Open-Source-Entwicklern, die sich den Oracle-Interessen nicht unterordnen wollten. Die Community startete im September des vergangenen Jahres mit LibreOffice eine Software-Alternative, ebenfalls auf Open-Source-Basis.

Oracle wolle OpenOffice nun ganz in die Hände der freien Entwickler-Gemeinschaft legen. Das Unternehmen werde laut Manager Edward Screven jedoch auch weiterhin mit den LibreOffice-Machern von The Document Foundation, insbesondere am XML-Konkurrenzformat ODF (Open Document Format), zusammenarbeiten. Es bleibt abzuwarten, ob OpenOffice und LibreOffice in der Tat kooperieren oder doch zu Konkurrenten werden und sich in Zukunft in unterschiedliche Richtungen entwickeln werden.

Duell: LibreOffice gegen OpenOffice

Das Open-Source-Programmpaket OpenOffice ging im vergangenen Jahr durch den Kauf des Software-Entwicklers Sun Microsystems an Oracle über. Anschließend kam es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der freien Entwickler-Gemeinschaft und den Teilhabern von Oracle. Im September 2010 starteten einige Programmierer schließlich mit LibreOffice eine Abspaltung, eine so genannte Fork. Die Software basiert auf dem selben Programm-Code wie OpenOffice, bietet jedoch einige Verbesserungen.

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