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IT-Abteilungen mit Fehlersuche oft überfordert

22.05.2010 | 15:03 Uhr |

Angesichts der steigenden Komplexität von Software-Architekturen sowie der Verlagerung von Applikationsprozessen in die Cloud gestaltet sich der funktionierende IT-Betrieb von Unternehmen immer schwieriger. Sind bereits Serviceausfälle oder Systemüberlastungen zu beklagen, entpuppt sich die Fehlersuche für IT-Verantwortliche als mühsames, in jedem Fall aber kosten- und zeitaufwändiges Unterfangen.

"Performance-Probleme können sich Unternehmen im internen IT-Betrieb wie auch bei externen Kundenservices heute eigentlich kaum mehr leisten. Wenn etwa ein Webshop in der umsatzstärksten Woche des Jahres in die Knie geht, kann das den Business-Erfolg nachhaltig gefährden", erklärt Bernd Greifeneder, Gründer und CTO von dynaTrace , im Gespräch mit pressetext.

Komplexe IT-Infrastrukturen, die sich neben der vielschichtigen Softwareprogrammierung durch unterschiedliche Hardwarekomponenten und Anwendungsszenarien auszeichnen, würden das manuelle Auffinden von Fehlern aber kompliziert machen, so Greifeneder. Auch der verstärkte Trend zur Nutzung von Open-Source-Bausteinen aus unterschiedlichen Quellen sei in puncto Architekturtransparenz nicht unproblematisch. "Entwickler nehmen freien Code und schichten ihn für die eigene Applikation übereinander. Bei auftauchenden Problemen im produktiven Betrieb erschwert das die Fehlerdiagnose."

Das 2005 in Österreich gegründete Softwareunternehmen hat das Potenzial von kontinuierlichem Application Performance Management (APM) früh erkannt und in den vergangenen fünf Jahren namhafte europäische Großkunden wie Renault, Deutsche Bahn, Wüstenrot, aber auch webzentrische US-Unternehmen wie LinkedIn, Salesforce und Sears als Kunden gewinnen können. Im Fokus der eigenen Lösung steht dabei stets die automatisierte Überwachung von Software im Produktivbetrieb. Findet das Monitoring rechtzeitig statt, können etwaige Schwachstellen und Symptome bereits erkannt werden, bevor ein ernstes Problem auftritt. "Die Vorbeugung ist das oberste Ziel", so Greifeneder.

Um aber auch Ursachen bereits aufgetretener Probleme aufzuspüren, ist die dynaTrace-Software darauf ausgelegt, den kompletten Weg einer Transaktion in der IT-Infrastruktur zu verfolgen. Da Beschwerden in vielen Fällen erst nachträglich gemeldet werden, spielt auch das 24h-Monitoring eine wichtige Rolle. "Meldet etwa ein User, dass eine Serveranfrage am Vortag nur langsam verarbeitet wurde, kann man mit unserer Software leicht nachvollziehen, was zu jenem Zeitpunkt zum Problem geführt hat", erklärt Greifeneder. Um das Problem zu isolieren und schließlich zu beheben, erlaubt das Tool bis auf den Applikations-Code hinunterzusehen.

Neben reaktiven Fähigkeiten bei Problemen im Echtzeitbetrieb verspricht dynaTrace mit seiner Lösung in erster Linie aber auch proaktives Entwicklungs-Monitoring. "Moderne Softwareentwicklung, wie sie von allen erfolgreichen Online-Unternehmen eingesetzt wird, ist ein enorm agiler Prozess. Ziele werden nur grob abgesteckt, die Entwicklungsarbeit zeichnet sich durch viele kleine Releases in kurzen Abständen und ebenso vielen Richtungskorrekturen aus", so Greifeneder im pressetext-Interview. Um die Softwareentwicklung effizient und kostengünstig zu gestalten, führe an automatisierten und proaktiven Testprozessen folglich kein Weg mehr vorbei.

Das Unternehmen konnte sein Ergebnis eigenen Aussagen zufolge im Vorjahr verdoppeln, Zahlen zum Umsatz werden jedoch nicht kommuniziert. Derzeit sind 115 Mitarbeiter beschäftigt, die Technologieentwicklung findet weiterhin ausschließlich in Linz statt. Mit 55 Prozent machen europäische Unternehmen den Hauptteil des Geschäfts aus. 45 Prozent der Kunden stammen aus dem US-amerikanischen Raum. In wenigen Tagen will das Unternehmen seine neue APM-Lösung 3.5 vorstellen.

(pte)

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