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Software-Fehler führt zu Evakuierung

23.04.2006 | 11:48 Uhr |

Ein Bombenalarm auf dem Flughafen von Atlanta führte zur Evakuierung. Ursache war eine Software-Fehlfunktion, die eine Testsituation nicht eindeutig klarstellte.

Einem Sicherheitsbeamten des Hartsfield-Jackson International Airports von Atlanta fiel bei der Durchleuchtung von Reisegepäck, welches sich auf dem Weg in ein Flugzeug befand, ein merkwürdiges Objekt auf. Er realisierte nicht, dass es sich lediglich um einen Routine-Test handelte, da sein PC ihm dies nicht mitteilte. So führte der Softwarefehler zu einer zweistündigen Evakuierung des Flughafens und zur anschließenden Durchsuchung nach besagtem Objekt. Die entstandenen Flugverzögerungen wurden von den verärgerten Passagieren, die nicht einchecken konnten, nur widerwillig hingenommen.

Willie Williams, der Sicherheitsbeauftragte des Flughafens berichtete, dass der übereifrige Gepäck-Kontrolleur aufgrund des unbekannten Objekts seinen Vorgesetzten alarmierte. Gemeinsam hätten diese dann alle Gepäckstücke auf dem Förderband untersucht, doch das zuvor auf den Röntgenschirmen aufgefallene Objekt konnte nicht mehr aufgefunden werden. So wurde die Information an den Sicherheitsdirektor weitergegeben, der die Entscheidung traf, alle Flüge zu stoppen und das Bombenräum-Kommando der Polizei von Atlanta zu rufen.

Um die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbeamten des Flughafens zu garantieren, würden rund um die Uhr Tests durchgeführt. Bei diesen werden Bilder von Bomben oder ähnlich geformten Gerätschaften in das Bild der Röntgen-Schirme eingeblendet. Um derartige Fehlalarme zu vermeiden, sind diese jedoch mit dem Hinweis „Dies ist ein Test“ versehen. Bei der Begutachtung der Filmmitschnitte fand man nun heraus, dass genau dieser Hinweis ausblieb und so zur Evakuierung führte.

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