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Software Bugs sind ein teures Vergnügen

02.07.2002 | 12:48 Uhr |

Software Bugs stellen Anwender nicht nur auf eine harte Geduldsprobe, sondern sind auch eine immense Kostenfalle. Bis zu 59,5 Milliarden US-Dollar soll die Beseitigung der Software-Fehler jährlich in den USA kosten. Mehr als die Hälfte dieser Kosten wird dabei von Anwendern, der Rest von Software-Entwicklern und Händlern getragen.

Software Bugs stellen Anwender nicht nur auf eine harte Geduldsprobe, sondern sind auch eine immense Kostenfalle. Bis zu 59,5 Milliarden US-Dollar soll die Beseitigung der Software-Fehler jährlich in den USA kosten.

Mehr als die Hälfte dieser Kosten wird dabei von Anwendern, der Rest von Software-Entwicklern und Händlern getragen. Dies geht aus einer vom U.S. Department of Commerce National Institute of Standards and Technology (NIST) in Auftrag gegebenen Studie hervor.

Raum für Einsparungen gibt es: Durch eine optimierte Fehlerbeseitigung könnte mehr als ein Drittel - etwa 22,2 Milliarden US-Dollar - eingespart werden. Dazu müssten allerdings der Studie zufolge effektivere Methoden zur frühen Identifikation von Bugs gefunden werden. Momentan werden nämlich mehr als die Hälfte der Fehler erst in einer sehr späten Phase der Entwicklung beziehungsweise nach dem Abverkauf gefunden.

Besonder interessant dabei: Dies geschieht, obwohl rund 80 Prozent der Entwicklungskosten in die Identifizierung und Beseitigung von Bugs investiert werden.

Die Gründe für fehlerhafte Software sind laut NIST hinlänglich bekannt. Eine der Hauptursachen ist beispielsweise die wachsende Komplexität von Anwendungen. Darüber hinaus sollen auch Marketing-Strategien an dem Dilemma Schuld sein - diese lassen eine geringere Zeitspanne für die Entwicklung eines Produktes zu. Auch die Quanität des Feedbacks bei Beta-Tests und Debugging-Prozessen hat abgenommen.

Als einen Lösungsweg sieht die NIST "standardisierte Test-Tools, Skripte sowie Referenz-Datenbanken". Die müssen allerdings einem rigorosen Zertifizierungsprozess unterworfen werden.

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