Sofort-Verkauf

Ebay kauft gebrauchte Technik auf

Donnerstag, 28.07.2011 | 17:33 von Denise Bergert
Wer alte Smartphones oder Spielkonsolen loswerden will, kann diese nun direkt an Online-Händler Ebay verkaufen, anstatt sie über das Auktionsportal zu versteigern.
Das Online-Auktionshaus Ebay hat heute eine Kooperation mit dem Frankfurter Unternehmen Flip4new angekündigt. Im Rahmen der Zusammenarbeit will Ebay sein Geschäftsfeld erweitern und bietet Gebraucht-Verkäufern ab sofort die Möglichkeit, ihre Artikel direkt zu Geld zu machen, anstatt sie mit mehreren Tagen Wartezeit über das Online-Portal zu versteigern.

Wer sein altes Handy oder das gebrauchte Notebook verkaufen will, schickt sein Angebot einfach an Ebay. Anhand der Angaben zum Zustand des Artikels unterbreitet Ebay anschließend ein Angebot. Wird es angenommen, überweist der Händler den Kaufbetrag, eigenen Angaben zufolge, innerhalb weniger Tage über die Bank oder den Online-Bezahldienst PayPal.

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Zu Beginn ist der „Sofort-Verkauf“ jedoch auf ausgewählte Artikel beschränkt. Derzeit werden 700 unterschiedliche Gadgets wie die Microsoft Xbox 360 Slim oder das iPhone 4 akzeptiert. Die Preise variieren dabei stark und sind vor allem vom Alter und Zustand der Technik abhängig. Nach Ebay-Angaben kann ein Verkäufer beispielsweise mit seinem iPhone 4 jedoch bis zu 450 Euro verdienen.

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Mit dem Dienst will der Online-Händler neue Kunden ansprechen und alte Mitglieder reaktivieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anstatt ein Angebot mühsam zu erstellen anschließend mehrere Tage bis zum Auktionsende warten zu müssen, kann der Verkauf hier innerhalb weniger Stunden getätigt werden. In den USA ist der „Sofort-Verkauf“ bereits seit vergangenem Jahr verfügbar.

Donnerstag, 28.07.2011 | 17:33 von Denise Bergert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • 100Ampere 11:11 | 06.08.2011

    Zitat: kalweit
    Clever ist das schon: erst dem Kunden sein altes Produkt zu einem Spottpreis rauszulocken, um ihm dann im nächsten Schritt ein neues Produkt zu überhöhten Preisen anzudrehen. Ärgerlich, dass ich da nicht drauf gekommen bin. :saufen:
    Die Masche ist so alt wie Methusalem, sie findet jetzt nur in Form der ebay Plattform Zugang zu einem weltweiten Markt.

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  • deoroller 20:07 | 31.07.2011

    Je mehr in der Kette vom Ankauf bis zum Verkauf verdienen wollen, um so niedriger muss der Ankaufspreis sein. Beim Einkauf wird der Gewinn gemacht, gilt hier umso mehr. Wer sein Zeug nicht anders los wird, den beißen die Hunde.

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  • App-User 17:47 | 31.07.2011

    Habe nach Lesen des Berichts mal einige Produkte nachgesehen: die angebotenen Preise erschienen mir alle deutlich zu niedrig für noch nicht einmal alte Produkte. Was mich vor allem gestört hat, ist das kleine Wörtchen "bis ...(zu)... Euro". Also ist garnicht mal der genannte Preis garantiert; es kann also nach Ermessen der Aufkauffirma auch deutlich weniger sein. Größtes Ärgernis ist aber auf jeden Fall, dass man ältere Hardware ganz vergessen kann. Nein, das ist beileibe nicht revolutionär von eBay!

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  • 100Ampere 16:12 | 29.07.2011

    Zitat: deoroller
    Wer sein neuwertiges Zeug an diese "Halsabschneider" vertickern muss, dem Steht das Wasser schon bis zum Hals. :topmodel:
    Dem ist nichts hinzuzufügen.:bse:

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  • kalweit 20:15 | 28.07.2011

    Ich habe mal beim "Kooperationspartner" nach meiner DSLR gesucht und würde doch tatsächlich weniger als die Hälfte vom aktuellen Handelspreis bekommen. :huh: Clever ist das schon: erst dem Kunden sein altes Produkt zu einem Spottpreis rauszulocken, um ihm dann im nächsten Schritt ein neues Produkt zu überhöhten Preisen anzudrehen. Ärgerlich, dass ich da nicht drauf gekommen bin. :saufen:

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